Erster Aktionstag für Alleinerziehende und ihre Kinder

Zusammen weniger ALLEINerziehend

20.08.2019, Volkmar Eltzel

Foto: Volkmar Eltzel. Flyer: Netzwerk Alleinerziehende Lichtenberg. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Hohenschönhausen/ Lichtenberg. Der erste Aktionstag für Alleinerziehende Mütter, Väter und ihre Kinder findet am Freitag, 23. August, von 14 bis 20 Uhr im und um das Nachbarschaftshaus Ribnitzer Straße im Ostseeviertel statt. Unter dem Titel  – „Zusammen sind wir weniger ALLEINerziehend in Lichtenberg  – lädt das Bezirksamt zusammen mit dem Netzwerk Alleinerziehende Lichtenberg ein.

Ein schöner, erlebnisreicher Tag

„Das soll ein bunter, toller und erlebnisreicher Tag werden für alle Mütter und Väter, die es sonst besonders schwer haben. Schwer, weil sie allein die Liebe und Zuwendung zu ihrem Kind, den Beruf sowie die vielen ganz alltäglichen Sachen unter einen Hut bringen müssen“, sagt Birte Driesner, die Koordinatorin Netzwerk Alleinerziehende Lichtenberg vom Verein für Ambulante Versorgung Hohenschönhausen (VaV).

Es wird viel Livemusik geben, Tanzdarbietungen – einfach ein rundum schönes Bühnenprogramm. Und eine Podiumsdiskussion mit Politikern, Müttern, Vätern und Vertretern von Vereinen, sozialen Einrichtungen sowie Organisationen. Selbstverständlich sorgen die Organisatorinnen auch für Speis und Trank.

Sich informieren und miteinander reden

Alleinerziehende können Kontakte knüpfen, sich vernetzen und Bekanntschaften schließen. Sie werden sich mit anderen über die Schwierigkeiten und Probleme ihres Alltags austauschen. Dabei werden Sie feststellen, dass es viele andere Alleinerziehende in ihrer Umgebung gibt, welche die gleichen oder ähnliche Sorgen und Nöte haben, wie sie selbst. Und sie werden ganz bestimmt beraten, was sie tun können, um ihr Leben leichter zu machen. Zusammen.

Wer möchte, kann sich über die vielseitigen Angebote für Alleinerziehende im Bezirk informieren und die entsprechenden Leute kennenlernen. Auf dem Aktionstag gibt es Informations- und Beratungsstände des Bezirksamtes Lichtenberg, des Jobcenters sowie verschiedener sozialer Einrichtungen.

„Familie ist dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“

„Ansonsten wünschen wir uns, dass die Mütter, Väter und ihre Kinder einfach mal einen angenehmen Nachmittag voller Spiel, Spaß und Entspannung erleben“, sagt Sarah Wendler von der pad gGmbH, die den Aktionstag mit organisiert und koordiniert. Die Schirmherrschaft hat Lichtenberger Bezirksbürgermeisters Michael Grunst (Die Linke) übernommen. Ihm ist der Tag besonders wichtig: „In Lichtenberg ist Familie überall dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“, sagt er. „Es ist mir eine besondere Herzensangelegenheit, dass wir auch die Gruppe der Alleinerziehenden stärker in den Fokus unserer Arbeit rücken.“ Dabei sei der Aktionstag nur eine von vielen Maßnahmen zur Hilfe.

Flexible Kinderbetreuung für Notfälle

Einmalig in Berlin ist zum Beispiel die flexible Kinderbetreuung in Lichtenberg: In sechs Familienzentren können Alleinerziehende ihr Kind vorübergehend betreuen lassen, wenn sie dringende Erledigungen haben, wie Arztbesuche, wichtige Einkäufe und Termine beim Jobcenter. „Oder auch einfach mal eine Stunde für sich selbst brauchen“, sagt Birte Driesner. Wie sie gleich betont, sei das jedoch kein Kita-Ersatz, sondern „Erste Hilfe bei akuten Erfordernissen.“

„Wir wollen dieses Angebot dauerhaft aufrecht halten“, sagt Bürgermeister Michael Gunst. Denn gerade bei der Unterstützung alleinerziehender Mütter und Väter sei Nachhaltigkeit wichtig (LiMa+ berichtete). In Lichtenberg erziehen über 38 Prozent der Eltern ihre Kinder allein. Der Bezirk hat damit berlinweit den höchsten Anteil an Alleinerziehenden. Besonders hoch ist er in Neu-Hohenschönhausen Nord und Süd.

Ihre Teilnahme an dem Aktionstag angekündigt haben auch die Staatssekretärin für Jugend und Familie, Sigrid Klebba (SPD) und die Staatssekretärin für Pflege und Gleichstellung, Barbara König (SPD).

Das Netzwerk hilft seit 2016

Das Netzwerk Alleinerziehende Lichtenberg gründete sich bereits 2016. Sein Hauptziel ist die engere Zusammenarbeit bei der Unterstützung der Mütter und Väter, zugeschnitten auf deren Bedürfnisse und Wünsche. Insbesondere sollen Ausbildung, Beruf, Kindererziehung, Freizeitgestaltung, soziale Teilhabe und Fürsorge für die eigene Gesundheit ermöglicht werden.


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