Martin Schaefer hat klare Vorstellungen für sein neues Amt

Zum Bezirksstadtrat ernannt

31.01.2020, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Lichtenberg. Wenige Minuten nach 12 Uhr erhielt Martin Schaefer (CDU) am Donnerstag, 30. Januar, im Rathaus Lichtenberg seine Ernennungsurkunde als Bezirksstadtrat der Abteilung Schule, Sport, Öffentliche Ordnung, Umwelt und Verkehr. Damit löst er Wilfried Nünthel (CDU), seinen Vorgänger in dieser Funktion ab, der zwei Tage zuvor aus seinem Amt in den Ruhestand verabschiedet worden war (LiMa+ berichtete). Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Rainer Bosse übergab das Dokument mit dem Hinweis, dass die Vereidigung des neuen Amtsinhabers formal erst nach dem 31. Januar, dem offiziellen Ausscheiden des Vorgängers, erfolgen darf. Wie Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) erklärte, findet das Prozedere auf der nächsten Sitzung des Bezirksamtes statt. Der Einzug Schaefers in sein Dienstzimmer muss noch etwas warten. „Da wird gerade frisch renoviert.“

Kollegiale Zusammenarbeit angeboten

Mit der Übernahme des Amtes als Bezirksstadtrat endet formal das Mandat von Martin Schaefer in der Bezirksverordnetenversammlung, wo er bislang den Ausschuss Wirtschaft und Soziales geleitet hatte. Die BVV hatte ihn am 12. Dezember 2019 mehrheitlich für das Amt gewählt (LiMa+ berichtete).

„Ich biete dem Bürgermeister und allen Bezirksstadträten meine kollegiale Zusammenarbeit an und freue mich darauf“, sagte das neue Bezirksamt-Mitglied. Die Übergabe der Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger sei sehr entspannt und freundlich abgelaufen, berichtete Martin Schaefer. Wilfried Nünthel hinterlasse ihm ein gut bestelltes Feld. Beispielsweise stünden im Haushalt eine Million Euro mehr zur Straßensanierung bereit. „Da kann man richtig was machen.“ Auch Die Personalbesetzung im Schulamt sei komplett, anders als noch vor einigen Jahren.

„Ich gehe von Raum zu Raum.“

Nach seinen ersten Amtshandlungen befragt, erklärte der Stadtrat: „Auf jeden Fall werde ich die Ämter in der Große-Leege-Straße sowie Alt-Friedrichsfelde besuchen und von Raum zu Raum gehen. Ich möchte mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönlich vorstellen und sie kennenlernen.“

Schäfer umreißt klar die Prioritäten für die kommende Arbeit: „Natürlich ist der gesamte Bereich Schule für Lichtenberg gerade besonders relevant.“ Nicht nur der Neubau und die Sanierung von Schulen und Sporthallen seien wichtig, sondern auch die Kommunikation mit den Schulleitungen, Elternvertretern und Sportvereinen. „Ich stehe immer für ein ‚sowohl als auch‘, nicht für ein ‚entweder oder‘ und will viele Menschen in Entscheidungsprozesse einbeziehen“, sagte der CDU-Politiker.

Bäume retten und neue pflanzen

Das Straßen- und Grünflächenamt trage eine große Verantwortung, um die Lichtenberger Straßen intakt zu halten. Es gehe aber auch um die Pflege kleiner Grünflächen und Parks sowie um Spielplätze. „Ich werde mich für Ordnung und Sauberkeit im Bezirk einsetzen“, sagte der Stadtrat. Er möchte die Parkranger kennenlernen. „Vielleicht organisieren wir mal eine gemeinsame Bezirkstour mit Mitarbeitern vom Ordnungsamt und Landschaftsgärtnern.“

Ein weiteres großes Thema seien die Stadtbäume. „Wie schaffen wir es, die Bäume, die wir haben zu retten und die hohen Baumverluste zu senken?“ Schäfer könnte sich eine Baumkampagne in Lichtenberg vorstellen, bei der Spenden gesammelt und Baumpaten gewonnen werden.

„Familie ist wichtig“

„Ich bin froh, dass es jetzt losgeht und habe da richtig Bock drauf“, sagte der 44-Jährige. „Mein Herz schlägt für die Kommunalpolitik und es macht mich glücklich, wenn ich jetzt noch mehr mitgestalten kann.“

Martin Schaefer wohnt seit 18 Jahren gerne im Weitlingkiez. Frage an den Ehemann und Papa: Muss die Familie bei der vielen Arbeit jetzt zurückstecken? „Für meine Frau, die Hebamme ist, und mich war es schon immer eine Herausforderung, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen.“ Wichtig sei, dass man so oft wie möglich auch Zeit miteinander verbringe und etwas zusammen unternehme. „Das schaffen wir“, meint Martin Schaefer (Lesen Sie auch bei LiMa+ das Porträt über Martin Schaefer „Der Pragmatiker“).


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