28 Jahre Deutsche Einheit

Zu Recht ein Feiertag

03.10.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Was haben Sie am heutigen Mittwoch, 3. Oktober, vor? Zum Einheitsfest rund um den Platz der Republik und die Straße des 17. Juni gehen? Oder zum großen Einheitskonzert (19.30 Uhr) vor dem Brandenburger Tor?

Vielleicht auf den Wolkenhain auf dem Kienberg steigen und von dort über die ganze, seit 28 Jahren nicht mehr geteilte Stadt Berlin blicken? Der Blick von der höchsten Erhebung Marzahn-Hellersdorfs zeigt Berlin in seiner ganzen Größe – eine bunte, manchmal chaotische und dennoch in ihrer ganzen Vielfalt liebenswerte Stadt. Erinnern Sie sich noch, wie es vorher war? S-Bahn Friedrichsstraße für Ostler Schluss, U-Bahnstationen zugemauert, an der Grenze wurde scharf geschossen. Stadtpläne für Ost-Berlin zeigten den Westen nur als graue Fläche, gern hätte man erlebt, wie es dort ist. Heute fährt die S-Bahn durch die ganze Stadt über Westkreuz nach Potsdam, junge Leute können kaum glauben, dass es einmal anders war. Und dort, wo die Mauer stand, das Relikt des Kalten Krieges, führt nun ein Radweg um Berlin – eine schöne Strecke zum Ausspannen in der Freizeit.

Oder aber bleiben Sie doch lieber zu Hause? Das Wetter soll mit um die 15 Grad Celsius, etwas Sonne und vielen Wolken (Regenwahrscheinlichkeit 25 Prozent) schließlich nicht ganz so berühmt werden. Vielleicht ist das auch eine gute Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. Was hat uns die Einheit gebracht, was tun wir selbst dazu, dass sie auch als solche er- und gelebt wird?

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen schönen Feiertag!

 

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