Zehn Jahre Kinderoper in Lichtenberg: Feier wird nachgeholt

Große Bühne für die Kleinen

19.05.2020, LiMa+ Team

Fotos: Steffi Bey (1), Volkmar Eltzel (2) Zum Vergrößern bitte auf das Startbild klicken!

Lichtenberg. Das Kinderoperhaus Lichtenberg wird 10 Jahre alt. Im Jahr 2010 wurde es am Caritas Kinder- und Jugendzentrum Steinhaus an der Schulze-Boysen-Straße 10 gegründet. Doch das Jubiläum konnte leider nicht gefeiert werden. Der für den 15. Mai geplante Festakt des Bezirks mit der Premiere von „Fatto Matto Amadé“ wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben. Aber soll am 6. November im Theater An der Parkaue nachgeholt werden. Im Mittelpunkt der Inszenierung steht Mozart mit Melodien aus den Opern „Bastien und Bastienne“, „Die Zauberflöte“ und „Die Hochzeit des Figaro“.

Bürgermeister ist stolz

Die Bilanz der erfolgreichen Arbeit der Kinderoper Lichtenberg sind zehn Opernproduktionen. Erarbeitet wurden sie mit mehr als 500 musikbegeisterten Mädchen und Jungen. Die Aufführungen, die Kinder in die Welt der klassischen Musik führen, waren immer ausverkauft. Vorstellungen gab es auch in der Staatsoper Unter den Linden, LiMa+ berichtete. „Wir blicken mit Stolz auf zehn Jahre erfolgreiche Arbeit des Kinderopernhauses Lichtenberg“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke), der auch zuständig für die bezirkliche Kulturarbeit ist. „Die Kinderoper ist nicht nur eine lokale Institution, in der Schulen, soziale und kulturelle Einrichtungen zusammenarbeiten, sondern mittlerweile ein beispielgebendes Modell für die kulturelle Bildung auch in anderen Bezirken”, so Grunst.

Unterstützt durch Bezirkskulturfonds

Die Initiative zur Gründung der Kinderoper in Lichtenberg geht auf Regina Lux-Hahn zurück. Die Sozialpädagogin und Regionalmanagerin der Berliner Caritas wollte Grundschulkindern die Möglichkeit bieten, Musiktheater durch Mitmachen kennenzulernen. Denn in vielen Familien und in der Schule kommen Kinder mit Oper und klassischer Musik kaum noch in Berührung. Schon die erste Produktion, eine eigene Fassung von Emmanuel Chabriers Oper „L’Étoile“ unter dem Titel „Sternzeit F:A:S“, löste Begeisterung aus und führte zur Etablierung der Kinderoper als dauerhaftes Angebot im Kinder- und Jugendzentrum Steinhaus. Unterstützt wird das Projekt durch den Lichtenberger Bezirkskulturfonds.

Kooperation mit drei Grundschulen

In den vergangenen zehn Jahren sind Kooperationen mit drei Lichtenberger Grundschulen der Hermann-Gmeiner-Grundschule, der Katholischen Schule St. Mauritius und der Schule an der Victoriastadt entstanden. An diesen werden Kinderoper-Arbeitsgemeinschaften organisiert. Eine intensive Zusammenarbeit besteht mit der Schostakowitsch-Musikschule Lichtenberg, etwa beim preisgekrönten Lichtenberger Projekt „Kinder machen Oper” im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Ein Projekt, das in Berlin Schule machte

Die Kinderoper hat „Schule gemacht“: Mittlerweile ist das Projekt unter dem Namen „Kinderopernhaus Berlin“ in sechs weiteren Bezirken aktiv. Nach dem Lichtenberger Vorbild kooperieren derzeit 17 Partner, darunter Grundschulen, öffentliche Musikschulen und der Berliner Caritasverband. Neben Lichtenberg sind drei weitere Kinderopernhäuser in Marzahn-Hellersdorf, Mitte und Reinickendorf und elf Kinderoper-Arbeitsgemeinschaften hinzugekommen.

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