Obersee und Orankesee putzen sich zur IGA Berlin 2017 heraus

Vorfreude auf das neue Wirtshaus

01.12.2016, Steffi Bey

Fotos: Steffi Bey (1, 3-6), Volkmar Eltzel (2). Zum Vergößern und für die Bildunterschriften auf das Startbild klicken.

Alt-Hohenschönhausen. Zwischen Ober- und Orankesee gehen für jedermann sichtbar die Bauarbeiten an den künftigen Seeterrassen voran. Kürzlich wurde der Richtkranz hochgezogen, jetzt werden schon die Fenster eingebaut. Es soll sogar schon die ersten Tischreservierungen für das neue Wirtshaus mit Biergarten am historischen Ort geben. 140 Kubikmeter Mauerwerk wurden in den zurückliegenden Monaten hergestellt, außerdem 400 Kubikmeter Beton verbaut und immerhin 11 000 Steine verarbeitet.

Förderverein engagiert sich seit Jahren

Karin Düngel vom Förderverein Ober- und Orankesee freut sich wie die anderen 160 Vereinsmitglieder riesig auf die Eröffnung des neuen Lokals zum Beginn der Internationalen Gartenausstellung (IGA) im April 2017. Wenn sie in diesen Tagen mit ihrem Mann Harry in den Parkanlagen in Alt-Hohenschönhausen spazieren geht, wirken beide zufrieden. „Der jahrelange Einsatz unseres Vereins hat sich gelohnt“, sagt das Paar. Dazu gehören die vielen Gespräche mit Bezirkspolitikern, das Druckmachen und auch die intensive Zusammenarbeit mit dem Investor, Unternehmer und Restaurantbetreiber Nikolaos Kitsos. Ziel sei immer die Umsetzung des Gesamtkonzeptes, eine Parklandschaft für alle Nutzer und Besucher, gewesen. „Wir haben sämtliche Projekte, von der Grünflächengestaltung bis zur Wasserreinigung, intensiv begleitet“, sagt Harry Düngel. „Und werden das auch weiterhin tun“, fügt er hinzu.

Zum zwölften Mal findet Seenfest statt

Fest steht bereits: Das Bürgerengagement soll auf „mehr und breitere Schultern“ verteilt werden. Dabei steht immer die Mitgestaltung des Kiezes im Vordergrund. So fand am 12. November der traditionelle Herbstputz statt. Zudem machen sich Vereinsmitglieder bereits jetzt Gedanken über eine Veranstaltungsreihe, die in den neuen Seeterrassen etabliert werden soll: ein Magnet mit hohem Niveau, der den bisherigen „Talk im Wasserturm“ ablöst. „Es gibt in der nahen Umgebung zahlreiche Künstler, ebenso Sportler, die wir einladen können“, erklärt Harry Düngel. Auch das Seenfest-Team nimmt in den nächsten Tagen seine Arbeit auf und beginnt das nächste Fest vorzubereiten. Das wird am 2. September 2017 stattfinden, zum nunmehr zwölften Mal.

Name für Parklandschaft gesucht

Der rührige Verein hat inzwischen eine Abstimmungsaktion über einen gemeinsamen Namen für die Parkanlagen rund um Ober- und Orankesee gestartet. Noch bis zum 31. Dezember können sich Internetnutzer auf der Seite www.obersee-orankesee.de für einen von sechs Vorschlägen entscheiden, darunter Obersee-Orankesee-Park und Seenpark Alt-Hohenschönhausen.

Rosengarten wird erneuert

Aber nicht nur virtuell steht das Gebiet gerade im Blickpunkt. Denn seit Wochen sind überall im Gelände Bauarbeiten im Gang. So bekommt derzeit die marode Oberseestraße einen neuen Belag und zusätzlich sogenannte Fahrbahnkissen zur Verkehrsberuhigung. Dadurch sollen die beiden von der Straße getrennten Grünanlagen besser als „künftige Einheit“ wahrnehmbar sein. Außerdem wird Spaziergängern und Erholungssuchenden dann dort der Übergang deutlich erleichtert. Geplant ist unter anderem die Erneuerung des Rosengartens. Zudem erhält der Spielplatz am Orankesee einen Naturerfahrungsraum, das Strandbad wird saniert.

Areal wird zur IGA Berlin 2017 noch attraktiver

Mitarbeiter des bezirklichen Grünflächenamtes haben bereits Zwiebeln von Frühjahrsblühern in die Erde gebracht. Frisch herausgeputzt soll sich die gesamte Anlage schließlich ab 13. April, zur Eröffnung der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017, präsentieren. Denn das Gebiet gehört zu 20 grünen Orten in Berlin, mit denen die Veranstalter auch außerhalb des Gartenschaugeländes in Marzahn-Hellersdorf Besucher anlocken wollen. Für die Aufwertung dieser natürlichen Hauptstadt-Areale stehen insgesamt rund 14 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Bezirk Lichtenberg investierte bislang rund 3,3 Millionen Euro in die Instandsetzung von Ober- und Orankesee. Seit 2011 wurden die Gewässer entschlammt, alte Spundwände entfernt und die Ufer renaturiert. Ein neu gebauter Seenfilter soll für Sauberkeit im Obersee sorgen. Doch nach Aussage des Bezirksamtes verhindert „eine spezielle Algenbildung noch immer den Betrieb“, LiMa+berichtete. Der Bezirk arbeite aber mit Hochdruck daran, dieses Problem mit den beteiligten Firmen zu lösen.

 

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Leserkommentare

  1. Der Bau-Fortschritt der Oranke-Seeterrassen
  2. Danke für den schönen Artikel!

    Und hier gibt es immer aktuelle Fotos + Kurz-Filme vom Bau-Fortschritt:

    http://www.obersee-orankesee.de/fotogalerie/neue-seeterrassen/
    http://www.obersee-orankesee.de/projekte/wirtshaus-am-orankesee/

    Wir freuen uns auch schon riesig auf die Eröffnung im Frühjahr! 🙂

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