#WallysHockeyCorner

Seuchenmonat: November

24.11.2015, Christian Baumeier

Fotos: Christian Baumeier. Zum Vergrößern auf das Hauptbild klicken.

Einen schönen Guten Tag aus Zürich. Ich befinde mich grad inmitten meiner Hockeytour von acht Eishockeyspielen in 17 Tagen in vier Arenen in zwei Ländern. Nachdem die ersten beiden Spiele in Berlin geschafft sind, bin ich zurzeit in der Schweiz und schaue mir in Zürich zwei Spiele der ZSC Lions an, dann in der italienischen Schweiz, im Tessin beim HC Ambri-Piotta ein Spiel und zum Abschluss, bin ich bei den Kloten Flyers. Abgerundet werden die 17 Tage am Ende durch zwei Spiele der Eisbären in der heimischen Mercedes-Benz Arena. Einen ausführlichen Bericht lest ihr dann in der nächsten #WHC Ausgabe am 8. Dezember. Nun aber erstmal viel Spaß bei der diesmal wieder etwas kürzeren Ausgabe.

Eisbären Berlin
So richtig ans Weiterkommen in der CHL hat ja irgendwie niemand geglaubt, da die Eisbären gegen Skelleftea AIK einen Drei-Tore-Rückstand aufholen mussten, um in die nächste Runde der Champions Hockey League einzuziehen. Das schien dann doch etwas zu viel des Guten. Im Endeffekt verloren die Hauptstädter knapp mit 2:1 und schieden im Achtelfinale aus. Trotz alledem sind die Eisbären das beste deutsche Team im Wettbewerb gewesen. Beachtenswert ist, dass im Viertelfinale nur noch ein Team aus Mitteleuropa dabei ist (HC Davos, Schweiz) und die restlichen sieben Teams alle aus Nordeuropa (Schweden und Finnland) kommen.

In der DEL sahen die vergangen zwei Wochen der Eisbären auch nicht so rosig aus. Aus vier Spielen konnten nur vier von möglichen 12 Punkten geholt werden. Gegen Düsseldorf gab es wie drei Tage nach dem CHL Spiel in Schweden einen 2:1 Sieg. Auswärts in der Fuggerstadt Augsburg mussten sich die Hauptstädter 2:4 geschlagen geben. Beim Heimspielwochenende kamen die Eisbären am vergangenen Freitag mit 2:6 unter die Räder. Selbst Nürnbergs Trainer Martin Jiranek fand den Sieg seiner Mannschaft gemessen am Spielverlauf etwas zu hoch. Grund für die hohe Niederlage war das Öffnen des Spielsystems der Eisbären auf eine offensivere Variante nach dem 2:3 in der 46. Minute, so dass die Ice Tigers mit einem Doppelschlag in der 48. Und 49. Minute alles klar machten. Die Eisbären spielten dann völlig auf Risiko und nahmen Goalie Petri Vehanen sieben Minuten vor Spielende für einen zusätzlichen Feldspieler aus dem Kasten. Prompt setzte es den 2:6 Endstand. Für mich persönlich war es ein ganz munteres Spiel, in dem alle drei Nürnberger, die ich ganz gern auch in Berlin spielen sehen würde, getroffen haben (Steckel, Reinprecht und Heatley).

Beim Sonntagsspiel gegen die Hamburg Freezers holten die Eisbären einen 0:2 Rückstand auf. Constantin Braun merkte das positiv nach dem Spiel in der Mixed Zone an: „Das muss man gegen Hamburg erstmal schaffen. Wir alle wissen ja wie eng die Liga ist.“ Trotz der Aufholjagd verließen die Berliner als Verlierer das Eis. Am Ende hieß es 2:3 nach Penaltyschießen. Sieg-Torschütze für die Hamburger war Thomas Oppenheimer, der auch schon während des Spiels die Tore schoss. Die beiden Eisbärentore fielen jeweils in Schlagschüssen von der blauen Linie von Micki DuPont und Darin Olver. Für die Eisbären war es die sechste Niederlage im siebenten Spiel (DEL & CHL) und damit der sprichwörtliche Seuchenmonat November. Nach dem Spiel gab es ein Wiedersehen zweier alter Bekannter. Der Torhüter der Freezers, Cal Heeter, kam zur Eisbärenkabine und fragte nach Marcel Noebels. Beide spielten zwischen 2012 und 2014 in der Organisation der Philadelphia Flyers für die Adirondack Phantoms in der AHL.

OSC Berlin und FASS Berlin
Nach einem durchwachsenen Wochenende mit einem 2:1 (n.P.) und einer 2:4 Niederlage gegen EC Bergkamen hatte OSC ein spektakuläres Wochenende bei den Damen des SC Garmisch-Patenkirchen. Beide Partien konnten die Eisladies 9:0 für sich entscheiden. In der Tabelle der DFEL liegen die Eisladies mit 19 Punkten aus zehn Spielen im Mittelfeld auf Platz 4. Vor ihnen ECDC Memmingen, ESC Planegg-Würmtal und ERC Ingolstadt.
FASS Berlin bekommt diese Saison kein Fuß aufs Eis. Schon wieder hab ich hier leider nur Niederlagen zu verkünden. Im Derby gegen die Preussen unterlag man knapp 1:2. beim Deutschen Meister von 2010, gegen die Hannover Scorpions, kamen die Akademiker 9:2 unter die Räder. Fairerweise muss man sagen, dass der Kader der Scorpions für die 3. Liga schon einige Hochkaräter zu bieten hat. Neben ehemaligen DEL Spielern (u.a. Morczinietz, Hertel, Blank) steht auch der gebürtige Berliner Frank Richardt im Kader der Hannoveraner. Richardt spielte Mitte bis Ende der 90er bei den Eisbären im Nachwuchs. Gegen die Icefighter aus Leipzig konnten die Jungs von FASS auch nichts reißen und unterlagen 2:7. Gegen den Herner EV konnten zwei Tore mehr erzielt werden und man verließ mit 4:7 das Eis.

Diverses:
Am Abend des 22. November haben zwei der verbleibenden vier Fanbeiratsmitglieder der Eisbären aus persönlichen Gründen ihr Ehrenamt niedergelegt. Zuvor war Ende September schon ein – von ursprünglich fünf Fanbeiratsmitgliedern zurückgetreten. #WHC berichtete.
Zurzeit ist es unter Eishockeyspielern anscheinend en Vogue, eigene Kollektionen herauszubringen. So gibt es in der NHL immer mehr Spieler mit eigenem Logo, eigener Kollektion etc. Dieser Trend scheint grad nach Deutschland zu schwappen. So erwähnte der Torhüter Timo Pielmeier aus Ingolstadt letztens bei Instagram, dass er an einem Label arbeite. Constantin Braun von den Eisbären lässt in letzter Zeit in den sozialen Netzwerken auch den einen oder anderen Entwurf unter dem Namen „Styrka“ durchblicken. Ab Januar sollen wohl die ersten Shirts rauskommen. Falls ihr auf dem Laufenden bleiben wollt bei dem Projekt, folgt ihm auf Twitter: https://twitter.com/StyrkaI oder liked die Seite hier bei Facebook.

In eigener Sache
Ein letztes Mal der Hinweis auf die Movember Aktion, für die meine Mitstreiter vom Hockeyblog „The Big Hockey Theory“ und ich Spenden sammeln im Kampf für die Männergesundheit und gegen Hodenkrebs, Prostatakrebs, Bewegungsmangel und psychische Krankheiten. Unter http://moteam.co/the-big-hockey-theory-tbht oder http://mobro.co/wally44 könnt auch Ihr den einen oder anderen Euro spenden. Vielen Dank dafür! Mehr Informationen über den Movember findet ihr hier: http://thebighockeytheory.de/?p=537
Bisher konnten nach 22 Tagen 245 Euro online und 105 Euro offline im Fanbogen der Eisbären Berlin an Spenden gesammelt werden. Es liegt nun an den #WHC Lesern, die Summe noch etwas steigen zu lassen. MoBro bei den Eisbären ist in dieser Saison Constantin Braun.
Falls euch die Kolumne gefallen hat, teilt sie doch bitte in euren Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. Vielen Dank!

Ciao and Take care!

Wally #WHC

 

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