Unternehmen vorgestellt: Cash & Carry Großmarkt

Selgros mit sozialer Verantwortung

11.06.2015, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern auf das Hauptbild klicken.

Lichtenberg. Die Abkürzung SELGROS steht für SELbstbedienungs-GROSshandel. Den Selgros Cash & Carry Großmarkt an der Rhinstraße 141 gibt es schon seit Anfang der 1990er-Jahre. Wie der Name vermuten lässt, ist er gewerblichen Kunden vorbehalten. Größtenteils Händler, Versorger, Gastronomie-Unternehmen und gewerbliche Endverbraucher kaufen hier ein. Selgros gehört zur “Transgourmet Holding”, die ihrerseits 2011 von der Schweizer Coop Genossenschaft übernommen wurde. Sie ist mit 22 Milliarden Euro Umsatz und 42.000 Mitarbeitern das zweitgrößte Cash & Carry Unternehmen neben der Metro in Europa.

Neues Mitglied im Wirtschaftskreis

Der Großmarkt in Lichtenberg wurde in den letzten Monaten bei laufendem Geschäft komplett modernisiert. Seit 1. Juni 2015 ist er Mitglied im lokalen Unternehmerverband, dem Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V. Gründe genug für die WKHL-Unternehmerinnen und Unternehmer, die Einladung des Geschäftsleiters, Henrik Walther, wahrzunehmen und sich bei dem Großhändler einmal umzuschauen.

Mit 120 Angestellten und noch einmal 60 Mitarbeitern von Dienstleistungsunternehmen, die hier arbeiten, ist Selgros ein wichtiges Unternehmen für die Wirtschaft im Bezirk. Mit seinen 15.800 Quadratmetern zählt der Lichtenberger Markt zu den großen der 43 Standorte in Deutschland. Hier werden rund 25.000 verschiedene Food-Artikel (Lebensmittel) und 28.000 Non-Food-Artikel angeboten. Der Markt verfügt über eine eigene Fleischerei mit Zerlegezulassung, was nach Informationen von Henrik Walther eine Besonderheit bei einem Großhändler ist.

20 Kindergärten werden beliefert

Walther ist stolz, dass es in seinem Markt das größte Süßwarenangebot deutschlandweit und das größte nationale und internationale Getränkesortiment gibt. Bei Selgros in Lichtenberg werden außerdem zum Beispiel 2.000 Käsesorten und 1.600 Weinsorten angeboten sowie 300 Sorten Fisch nach Anforderung innerhalb eines Tages bereitgestellt. Daneben gibt es von Obst und Gemüse über Spirituosen bis hin zu Textilien und Schreibwaren fast alles. Der Markt an der Rhinstraße hat sich besonders auf die Versorgung der Gastronomie eingestellt. Hier sind allein 5.300 Gastronomen gelistet. „Wir setzen dabei auf das Premium-Sortiment“, sagte der Geschäftsleiter. Alleine in dieser gehobenen Güteklasse biete man derzeit 1.600 Artikel an. Im nächsten Jahr sollen es rund 2.000 sein. Der Großmarkt beliefert auf Wunsch seine Kunden auch selbst, darunter auch 20 Kindergärten. „Wir haben uns gegen eine Ausgliederung des Liefergeschäftes entschieden“, meint der Geschäftsleiter. Rund 20 Prozent des Umsatzes sei übrigens internationaler Vertrieb.

Verluste können ein Gewinn sein

„Wenn wir ständig so ein großes Sortiment und so viel Ware an Frischeprodukten für unsere Kunden vorhalten, dann gibt es natürlich auch Verluste“, räumte Walther ein. Aber die Frage sei, wie man damit umgehe. Selgros stellt Lebensmittel, die überlagert, aber noch völlig in Ordnung sind, unter anderem für die Berliner Tafel und für Flüchtlingsheime bereit. Auch das Tierheim Berlin wird ab und zu bedacht.

Am Standort wird beruflicher Nachwuchs ausgebildet. Pro Jahr machen zum Beispiel vier bis fünf Groß Außenhandelskaufleute, aber auch Fleischer ihren Abschluss. „Wir suchen aktuell noch Auszubildende“, sagte Henrik Walther. Selgros sei ein sehr bodenständiges Unternehmen mit einer geringen Mitarbeiter-Fluktuation. Das Durchschnittsalter betrage knapp 38 Jahre. „Wir generieren gesunde Umsätze, trotz Konkurrenz von Internet-Händlern“, so der Geschäftsleiter. Es bereite ihm eher Sorge, wenn zum Beispiel Netto-Märkte als Einzelhändler für Gewerbekunden Sonderkonditionen anbieten wollen.

 

 

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