Eröffnung des neuen Vereinsheims von Blau-Weiß Hohenschönhausen

Schlüssel zum Glück

14.02.2015, Andrea Scheuring

Fotos: Andrea Scheuring. Zum Vergrößern auf das Hauptbild klicken.

Hohenschönhausen. Unter rein sportlichem Blickwinkel gibt es dieser Tage eher wenig, worüber sich die Fußballer der 1. Herrenmannschaft der SG Blau-Weiß (BW) Hohenschönhausen freuen können. Nach Trainerentlassung und Spielerwechseln empfängt der Letzte der Kreisliga B Staffel 6 – abgeschlagen mit einem einzigen Punkt auf dem Konto – am heutigen 16. Spieltag mit Steglitz Gencler BSK den Tabellen-Achten. Das Hinspiel Ende November 2014 hatte man im Berliner Süden mit 2:0 verloren geben müssen.

Klassenerhalt als Zielstellung

Gefeiert wurde am gestrigen Freitag, 13. Februar, trotzdem. Der Vorstand hatte zur offiziellen Schlüsselübergabe für das neue Vereinsheim geladen. Neben zahlreichen Vereinsmitgliedern war mit Lichtenbergs Bürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD), dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister Dr. Andreas Prüfer (Die Linke), Danny Freymark (CDU, Mitglied des Abgeordnetenhauses) und Bernd Schultz, dem Präsidenten des Berliner Fußballverbandes, auch prominenter Besuch auf das Vereinsgelände an der Wartenberger Straße 123 gekommen, um die neuen Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen. Im April letzten Jahres hatte der Innenausbau des bezirklichen Sportfunktionsgebäudes begonnen. 958.000 Euro aus kommunalen Mitteln, so BW-Präsident Mike Aue, sind in die komplette Innen- und Außensanierung geflossen. Die monatelange Vollsperrung des Vereinshauses wurde mit einer Containerunterkunft überbrückt, die von den Blau-Weißen selbst finanziert worden war. Zwar wurde gestern Nachmittag überall noch fleißig gewerkelt und geschraubt. Nun aber steht den Sportlern das Funktionsgebäude mit neuen Büros, Sanitäranlagen, Umkleidekabinen und einem Vereinsraum zur Verfügung. Mit der neuen Heimstatt soll auch das sportliche Glück wieder zurückkehren. „Unser Ziel in dieser Saison ist der Klassenerhalt“, gibt sich Marc Swiderek, 2. Vorsitzender des Vereins, kämpferisch. „Wir blicken auf eine 50jährige Geschichte zurück und wollen unseren Verein in Lichtenberg-Hohenschönhausen wieder dorthin bringen, wo er hingehört. Mein Ziel ist es, dass hinter dem BFC Dynamo gleich Blau-Weiß kommt“, lacht der 32jährige. Langfristig schwebt Swiderek aber erst einmal die Bezirksliga vor.

Engagierte Jugendarbeit im Kiez
Von dieser Aufbruchsstimmung könnte auch ein positives Signal an den vielköpfigen Nachwuchs der Sportgemeinschaft Blau-Weiß Hohenschönhausen ausgehen. Etwa 120 Kinder und Jugendliche kicken hier mittlerweile in 6 Jugendbereichen. Viele weitere aus dem Kiez sollen hinzukommen. Dazu engagiert sich der Verein nicht nur in seinem eigenen Jugendbereich, sondern auch in Projekten wie „Fußball statt Gewalt“ oder in Integrationsprojekten mit benachbarten Schulen. Die Bedingungen vor Ort sind sehr gut. 2002 war auf dem Vereinsgelände des bislang noch reinen Fußballklubs – der auch über eine erfolgreiche Damenmannschaft verfügt – eine Kunstrasenanlage errichtet worden. Neben dem nunmehr sanierten Vereinsheim ist die Sportanlage zudem durch eine Naturrasenanlage komplettiert worden.

 

 

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