Wirtschaftstag – dieses Mal mit anderen Beteiligten

Die Partner haben gewechselt

18.02.2019, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Marzahn-Hellersdorf/Lichtenberg/MOL. Noch bis zum heutigen Montag, 18. Februar, können sich Interessenten für den Wirtschaftstag der Metropolregion Ost anmelden. Der Tag, der dem Austausch zwischen Unternehmerinnen und Unternehmen sowie Verwaltungen und anderen Akteuren gewidmet ist, findet am Donnerstag, 28. Februar, ab 14.30 Uhr im Bürgerhaus Neuenhagen statt. Dort wird dann auch eine gemeinsame Standortkampagne für die Region zwischen Marzahn-Hellersdorf und Strausberg präsentiert.

Grenzüberschreitendes Regionalmanagement

Denn Marzahn-Hellersdorf und die angrenzenden Kommunen des Landkreises Märkisch-Oderland sowie Ahrensfelde (Barnim) betreiben bereits seit 2016 ein gemeinsames Regionalmanagement. Es ist das erste länderübergreifende in der Bundesrepublik überhaupt. Das Ziel: gemeinsame Positionen erarbeiten, um wichtige Entwicklungen für die Region anzustoßen, die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch. Und natürlich soll das Regionalmanagement auch Unternehmen für Ansiedlungen interessieren. Wo der eine für Firmen vielleicht nicht den passenden Platz hat, kann vielleicht der Nachbar ins Spiel kommen. Deshalb arbeiten auch die Wirtschaftsförderer zusammen.

Was wird aus berlin eastside?

Ursprünglich hatte sich Marzahn-Hellersdorf nach Lichtenberg orientiert. Denn beide Bezirke verfügen über die größte zusammenhängende Gewerbefläche Berlins. Und weil bekanntlich Marzahn(-Hellersdorf) vor 40 Jahren aus Lichtenberg hervorgegangen ist, gab und gibt es noch traditionelle Bande. So wurde der Wirtschaftsraum unter dem Label „berlin eastside – Der Standort für Unternehmen“ lange Zeit gemeinsam beworben. Doch in der neuen Legislaturperiode ab Ende 2016 ist es darum ziemlich still geworden. Im vergangenen Jahr fiel der traditionelle Wirtschaftspartnertag aus, mangels Lichtenberger Interesse, erzählt man sich in Marzahn-Hellersdorf. Nun findet er erstmals ohne den früheren Partner statt. Anscheinend macht jetzt jeder lieber seins.

Gemeinsam stärkere Stimme

Was natürlich an der Entwicklung der letzten Jahre liegen kann. Denn Lichtenberg ist aus Berliner Sicht inzwischen mehr Richtung City gerückt. Doch freie Gewerbeflächen, die für Firmenansiedlungen bereit stehen, gibt es dort auch noch genügend. Vor allem in Hohenschönhausen. So haben sich zwar mit Greif Textile Mietsysteme und Dopa Diamond Tools zwei attraktive Unternehmen angesiedelt, dennoch stehen in den landeseigenen Gewerbegebieten Darßer Straße und Pablo-Picasso-Straße noch weitere große Flächen zur Verfügung. In Marzahn-Hellersdorf dagegen wird es langsam eng. Entlang der Boxberger Straße sind schon nahezu alle Areale mit neuen Firmensitzen bebaut. Im 2015 eröffneten CleanTech Business Park an der Bitterfelder Straße wird im Sommer die erste Produktionsstätte eines International agierenden Unternehmens, der Swissbit Germany, eröffnet. Platz für weitere Firmenansiedlungen gibt es aber auch dort noch reichlich. Eine gemeinsame, effektive und aktive Werbung nicht nur für die Metropolregion Ost, sondern auch für berlin eastside wäre somit durchaus erstrebenswert. Und eine kräftige Stimme für den Ausbau der notwendigen Infrastruktur, die die Wirtschaft benötigt – beispielsweise bei wichtigen Straßenbauprojekten wie der Tangentialen Verbindung Ost, dem Ausbau der Bundesstraße (B) 2 oder der Ortsumfahrung Ahrensfelde. Denn es ist eine Binsenweisheit: Gemeinsam ist man stärker.

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