Bibliotheken und Kultureinrichtungen gehen ab 11. Mai in Betrieb

Wiedereröffnung schrittweise

04.05.2020, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf. Ab dem 11. Mai öffnen die kommunalen Bibliotheken in Berlin wieder, ebenso schrittweise kommunale Galerien, Bezirksmuseen und –archive, teilen die Bezirksämter Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf mit. Der Senat hatte das mit seinen Beschlüssen am 21. April möglich gemacht. Danach hätten die Einrichtungen unter Einhaltung der Hygieneregeln sogar bereits ab 4. Mai geöffnet werden können. Doch die Bezirke und der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken (VÖBB) brauchten noch ein wenig Zeit für die Organisation der Wiedereröffnung in Corona-Zeiten.

Vorerst nur Leihbetrieb

Buchausleihe und Rückgabe sind ab dem 11. Mai in allen öffentlichen Bibliotheken der Bezirke sowie in der Zentral- und Landesbibliothek wieder möglich, heißt es auf der VÖBB-Internetseite. Auch die vier Bibliotheken in Lichtenberg und die sechs in Marzahn-Hellersdorf öffnen an diesem Tag wieder – unter Beachtung strikter Hygiene- und Abstandsregeln. Der kostenlose Bibliothekausweis wird noch bis zum 10. Mai angeboten. Damit kann für drei Monate das digitale Angebot der Berliner Bibliotheken genutzt werden. Allerdings gibt es bis auf weiteres lediglich Leihbetrieb in den Einrichtungen. Lesungen, Konzerte u.a. werden noch nicht angeboten. Auch Veranstaltungen für Kita- und Schulkinder finden nicht statt.

Keine Veranstaltungen

Schloss Biesdorf öffnet ebenfalls am 11. Mai. In der kommunalen Galerie von Marzahn-Hellersdorf kann die Ausstellung „Sehnsucht nach dem Jetzt“ besichtigt werden. Alle Veranstaltungen, Workshops und Führungen entfallen allerdings. Das Schloss-Café ist weiterhin wie alle gastronomischen Einrichtungen noch geschlossen. Auch die Ausstellungen des Bezirksmuseums Marzahn-Hellersdorf können ab 11. Mai wieder besucht werden. „Die kommunalen Einrichtungen der Bildung und kulturellen Bildung –Volkshochschulen, Musikschulen, Jugendkunstschule – werden leider zur Eindämmung von Covid-19 noch weiterhin geschlossen bleiben“, so Kulturstadträtin Juliane Witt (Linke). Es gebe aber überall weiterhin digitale Angebote und der Unterrichtsstoff werde im Austausch mit den Lehrenden vermittelt. Auch für diese Einrichtungen werde eine schrittweise Wiederöffnung vorbereitet, es liege aber noch keine Zeitschiene vor.

Einlass wird reguliert

Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Linke), auch für Kultur zuständig, freut sich über die Möglichkeit zur schrittweisen Wiedereröffnung der bezirklichen Kultureinrichtungen. „Die Öffnung unserer kommunalen Galerien ist ein erster und wichtiger Schritt. So können wir die hervorragende Arbeit der Künstlerinnen und Künstler den Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern wieder direkt zugänglich zu machen. Viele freuen sich schon darauf.“ Aufgrund der Abstands- und Hygieneregelungen werde der Einlass der Besucherinnen und Besucher zu den Ausstellungen reguliert. Veranstaltungen – wie beispielsweise Ausstellungseröffnungen – werden bis auf weiteres ausgesetzt. Ab dem 11. Mai öffnen in Lichtenberg die Galerie im Kulturhaus Karlshorst, das Studio im Hochhaus sowie das Mies van der Rohe Haus. Eine Woche später folgen die Galerie 100 und die rk-Galerie im Ratskeller für zeitgenössische Kunst. Das Museum Lichtenberg und das Archiv bleiben wegen des Umbaus der Dauerausstellung für die Öffentlichkeit geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleibt das Keramikatelier.

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