Hund + Katz

Vorsicht, Kamera!

18.01.2014, Birgitt Eltzel

“Joggen zum Kühlschrank ist keine Sportart”, ist auf einem Magnetbildchen am Kühlschrank der Nachbarn zu lesen. Es zeigt einen rennenden Mann mit ansehnlichem Kullerbauch – eine dezente Erinnerung daran, dass man ja eigentlich weniger essen und mehr Sport treiben sollte.

Eine ähnliche Aufmunterung bräuchte auch Gershwin, genannt Wnnie aus Tiergarten. Denn in den letzten Monaten hat auch er ein ziemlich dickes Bäuchlein bekommen. Auf die Waage packen wir ihn gar nicht mehr, es ist auch so schon klar: Das Tier ist viel zu dick. Wenn es so weiter macht, ähnelt es irgendwann einmal Kater Mikesch, der mit 18 Kilogramm Lebendgewicht als Berlins dickste Katze bekannt wurde.

Wir haben deshalb konsequent seine Futterrationen gekürzt. Doch bislang brachte das wenig Erfolg. Denn Winnie, der auch bei Fremden so schnurrt als wären sie seit Urzeiten seine allerbesten Freunde, hat anscheinend irgendwo in der Siedlung jemanden, der ihn kräftig mit Delikatessen verwöhnt. Alle Nachbarn wurden schon daraufhin angesprochen, doch sie sind es nicht, sagen sie. Wer dann?

Weil das auf herkömmliche Weise nicht auszumachen ist, greifen wir nun zur modernen Technik: Wir haben eine Katzen-Spionagekamera im Internet bestellt. Wir werden nun ein wenig NSA spielen – die Kamera, die am Hals des Tieres befestigt wird, soll uns zeigen, wer und was unseren Kater dickmacht. Was wir allerdings mit den dann gewonnenen Erkenntnissen machen, ist noch unklar. Egal, zunächst erst mal fleißig Daten sammeln und speichern.

 

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