Alle Wege in der Feldmark und in Malchower Aue haben jetzt Namen

Vom Luchweg bis zur Ahornallee

03.12.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Malchow/Falkenberg/Wartenberg. Es ist geschafft: Mit der Benennung von 20 weiteren Wegen in der Landschaft zwischen Malchow und Falkenberg gibt es nun keine unbenannten (öffentlichen) Wegeverbindungen mehr im Gebiet zwischen den Lichtenberger Dörfern und der Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen. Wurden bereits bis Ende 2017 Wege in der Wartenberger Feldmark bis Ende 2017 ausgeschildert, folgten jetzt die Wege in der Malchower Aue und der Falkenberger Feldmark. Sie tragen nun Namen wie Krugwiesensteig, Tümpelweg und Ahornallee, aber auch Max- und Herta-Naujocks-Weg (nach einem Ehepaar, das zur Zeit des Nationalsozialismus jüdische Mitbürger versteckte) und Marie-Elisabeth-von-Humboldt-Weg (nach der Mutter der Wissenschaftler Wilhelm und Alexander von Humboldt, die Besitzerin des Guts Falkenberg war).

2015 Aufruf gestartet

Mit einem öffentlichen Aufruf des Lichtenberger Umweltbüros im Herbst 2015 waren Lichtenberger dazu aufgerufen worden, Namensvorschläge für die Wege einzureichen. „Es haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beteiligt, vor allem aus Neu-Hohenschönhausen, Wartenberg, Falkenberg und Malchow“, sagt Doreen Hantuschke, die Leiterin des Lichtenberger Umweltbüros. Entschieden über die Namen habe dann der Kulturausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Wilfried Nünthel (CDU), Bezirksstadtrat u.a. für Grün und Umweltschutz, hebt hervor, dass es Ziel sei, den an die Großsiedlung angrenzenden Naturraum erleb- und begreifbar zu machen. Der Vorteil der Beschilderung: „Man kann sich jetzt besser an einem bestimmten Punkt verabreden.“ Schließlich ist es beispielsweise für Menschen, die gemeinsam joggen oder ihren Hund ausführen wollen, einfacher, den Luchweg als Treffpunkt zu bestimmen als den „dritten Weg von rechts auf der Hauptachse“ zu nennen.

Weitere Info-Angebote geplant

Für Beate Kitzmann, Geschäftsführerin des Vereins Naturschutz Berlin-Malchow, der auch den Naturhof an der Dorfstraße betreibt, zählt die Entwicklung des Naturraums am Stadtrand auch zum neuen Berliner Tourismuskonzept. Dieses sieht bekanntlich vor, die Besucher der Hauptstadt nicht nur ins Zentrum zu lenken, sondern auch zu Sehenswürdigkeiten an der Peripherie. „Es werden zwar kaum ausländische Touristen hierher kommen“, sagt sie, „vielleicht aber mehr Berliner, die als Spaziergänger oder Radfahrer die Natur genießen wollen.“ Im kommenden Jahr werde es deshalb weitere Info-Angebote geben. Welche, sagt sie noch nicht. Man darf gespannt sein. Denn noch fehlen Übersichtstafeln in der Feldmark. Im vergangenen Jahr neu aufgelegt worden sind zehn Wanderkarten, die durch Lichtenberg führen, darunter auch in die drei Dörfer und ihre Umgebung.

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