Mit Plakaten und Flyern vor der BVV Marzahn-Hellersdorf

Turnhalle schmerzlich vermisst

15.04.2019, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Marzahn-Hellersdorf. Mit dem immer wieder intonierten Slogan „Wir wollen alle eine neue Halle“ machten Schülerinnen und Schüler der Grundschule an der Wuhle, unterstützt von ihren Eltern, ihrem Ärger vor der Tagung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Luft. Mit Plakaten und Flyern unterstrichen sie ihre Forderung nach einer neuen Sporthalle für die Grundschule am Teterower Ring. Denn bereits im Dezember 2016 war die aus dem Jahr 1981 stammende Turnhalle abgerissen worden, sie musste Platz machen für einen dringend erforderlichen Modularen Ergänzungsbau (MEB). Ursprünglich sollte bereits bis 2018, dann bis 2019 eine neue Sporthalle entstanden sein. Doch bisher geschah – nichts. Die Kinder müssen immer noch Sportstunden in der Ausweichhalle an der Peter-Huchel-Straße 33 absolvieren, etwa einen Kilometer entfernt. Dorthin werden sie teilweise mit Bussen transportiert. Für Zorn hatte jetzt die Auskunft des Bezirksamtes gesorgt, dass bei einer Ausschreibung des verzögerten Projekts kein zuschlagsfähiges Angebot eingegangen war. Denn keine Firma wollte zu den 2016 kalkulierten Kosten bauen.

Kosten gestiegen

Elternsprecherin Claudia Ahlrep, die LIMa+ bereits vor zwei Jahren befragt hatte (siehe hier) sagte, dass ihre eigenen Kinder nicht mehr in den Genuss einer neuen Turnhalle kommen werden. Ihr Sohn ist inzwischen auf die Oberschule gewechselt, die Tochter in der 5. Klasse. Dennoch demonstrierte sie mit vor den Bezirksverordneten: „Es muss sich ja nun endlich mal etwas tun.“ Laut der Antwort von Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) auf die Einwohneranfrage von Erik Eifler, dessen Sohn die Grundschule an der Wuhle besucht, ist die bisherige Ausschreibung des Projekts aufgehoben worden, weil die Kostenkalkulation von 4,5 Millionen Euro sich nicht mehr „als ausreichend“ darstellte. Nun sei diese angepasst worden, gerechnet wird inzwischen mit 4,92 Millionen Euro Baukosten – also fast 500.000 Euro mehr. Eine neue Ausschreibung soll damit gestartet werden. Geplant ist nun ein Baubeginn im August dieses Jahres, die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2021 avisiert. Fast fünf Jahre nach dem Hallenabriss wäre damit der Ersatzbau fertig – wenn jetzt alles klappt.

“Situation nicht mehr hinnehmbar”

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander J. Herrmann, der die Eltern und Schüler seit langem unterstützt, sagt, es dürfe nichts mehr dazwischenkommen: „Die Situation ist nicht mehr hinnehmbar.“

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