Tschechow-Theater gerettet?

23.03.2019, Birgitt Eltzel

Marzahn-Hellersdorf. Das in Berlin einzigartige deutsch-russische Tschechow-Theater an der Märkischen Allee 410 soll in diesem Jahr vom Bezirksamt 30.000 Euro zum Betreiben der Kulturstätte bekommen. Dafür soll ein Zuwendungsvertrag zwischen dem Bezirksamt und dem Träger der Einrichtung, dem Kulturring in Berlin e.V., abgeschlossen werden. Das beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf auf ihrer Tagung am Donnerstag, 21. März. Allerdings ist dieser Beschluss zunächst ein Ersuchen, das vom Bezirksamt umgesetzt werden soll. Noch auf der Februar-Tagung der BVV hatten sich sowohl die für Finanzen zuständige Bürgermeisterin Dagmar Pohle als auch Kulturstadträtin Juliane Witt (beide Linke) skeptisch über eine mögliche Finanzierung geäußert. Das Tschechow-Theater, in dem es auch viele Angebote für Kinder und Jugendliche gibt, wurde bisher u.a. durch das Quartiersmanagement (QM) Marzahn-NordWest gefördert. Das QM läuft nur noch bis 2020. Dann soll es „verstetigt“ werden. Das heißt, wichtige Projekte sollen im Rahmen des Bezirkshaushaltes finanziert werden. Mit der jetzt erreichten Schuldenfreiheit des Bezirks könnte auch die Rettung des Tschechow-Theaters gelingen – wenn das Bezirksamt dem Wunsch der BVV folgt. Allerdings wäre damit die Finanzierung nur für 2019 abgesichert. Weitere Schritte müssten folgen.


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