Das Ende der Trockenzeit im Kienbergpark naht

Trinkbrunnen geht wieder in Betrieb

05.06.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Marzahn. Der Weg vom Wuhleteich entlang der Kienberg-Terrassen wird gern von Ausflüglern genutzt, die häufig mit dem Fahrrad, viel öfter aber noch zu Fuß kommen. In diesen Tagen mit subtropischen Temperaturen kommt man dabei leicht ins Schwitzen. Viele Spaziergänger freuen sich deshalb, wenn sie die blaue Säule sehen – einen Trinkbrunnen der Berliner Wasserbetriebe (BWB). Dieser wurde zur IGA 2017 an der Gabelung Gottfried-Funeck-Weg/Kienbergparkweg aufgebaut. Und er blieb auch nach dem Ende der Schau, als die Zäune um die 102 Meter hohe Anhöhe abgebaut wurden. Nun befindet sich dort der öffentlich zugängliche Kienbergpark und ganz in der Nähe der Südeingang zu den kostenpflichtigen „Gärten der Welt“. Doch der Trinkbrunnen spendet seit Monaten kein Wasser.

Teil der Wasserleitung zurückgebaut

LiMA+ fragte bei den BWB und bei der Grün Berlin GmbH nach, der Betreiberin der internationalen Gärten und des Volksparks Kienberg. Von den Wasserbetrieben war zu erfahren, dass sich zu IGA-Zeiten nahe dem Trinkbrunnen ein Sanitärgebäude befand. Für dieses wurde eine neue Wasserleitung verlegt. Doch beim Rückbau der Anlagen wurde des Guten zu viel getan – und auch ein Teil der Wasserleitung beseitigt, die den Trinkbrunnen speisen sollte. Seit Beginn der Saison seien die Berliner Wasserbetriebe mit dem Betreiber über das Problem im Gespräch. Sven Alex, Kommunikationschef der Grün Berlin, bestätigt die Aussage. „Wir werden in Kürze eine Lösung finden“, sagte er in der vergangenen Woche.

In Kürze sprudelt’s wieder

Und in der Tat, bei unserer Stippvisite vor Ort waren am Montag, 4. Juni, Arbeiter beim Schachten zu beobachten. Wahrscheinlich schon am morgigen Dienstag, 5. Juni, könnten nach Aussagen der Bauleute die Arbeiten geschafft sein – und der Trinkbrunnen dann wieder genutzt werden. Eine gute Nachricht!

Säule zeigt Geschichte der Trinkwasser-Bereitung

Die Berliner Wasserbetriebe wollen bis Ende 2019 für eine Million Euro bis zu 100 neue Trinkbrunnen in Berlin bauen. Derzeit gibt es in der Stadt 45 Trinkbrunnen und 62 Trinkwasserspender in öffentlichen Verwaltungsgebäuden, wo man sich kostenlos mit gesundem, mineralreichem Trinkwasser erfrischen kann. (Zum Vergleich: Die Stadt Zürich hat mehr als 1.200 kostenfreie Trinkbrunnen.) Mit den künstlerisch gestalteten blauen Kaiserbrunnen wollten die BWB insbesondere die Geschichte des Trinkwassers darstellen. Auf den Säulenabschnitten sind Reliefdarstellungen zu sehen, die die Aufbereitung des Grundwassers zu Trinkwasser zeigen. Ein solcher Brunnen ist auch der Durstlöscher am Kienberg.

 

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