Deutsch-russischer Schüleraustausch mit Tradition

Berlin – Wolgograd und zurück

27.11.2019, Volkmar Eltzel

Fotos: Tatiana Fitzer

Hohenschönhausen. Bereits zum 16. Mal fand ein Treffen zwischen deutschen und russischen Schülern im Rahmen des Schüleraustausches zwischen der Schule 134 „Darowanije“ (Wolgograd) und der Vincent-van-Gogh-Schule (Berlin-Hohenschönhausen) statt. Elf Schülerinnen und Schüler der Vincent-van-Gogh-Schule waren am 23. Oktober gemeinsam mit ihrer Russischlehrerin Tatiana Fitzer und Schulleiter Michael Mutschischk für neun Tage nach Wolgograd zu ihrer Partnerschule gereist. Unterstützt wurde dieses Projekt durch die Stiftung „Deutsch-Russischer Jugendaustausch“ (Hamburg). Der Schüleraustausch wird unter den gemeinsamen Namen „Projekte, die verbinden: Zusammen für bessere Zukunft – 2“ durchgeführt.

Ziel: Völkerverständigung und Freundschaft

Jedes Jahr seit 2014 kommen die Schüler/innen aus der Schule 134 nach Deutschland, um an einem deutsch-polnisch-russischen Projekt „Jugendbegegnungen in Berlin“ teilzunehmen, teilte Tatiana Fitzer mit. Im Mittelpunkt stehe, neben gemeinsame Arbeit in verschiedenen Workshops, Völkerverständigung und Freundschaft junger Leute aus unterschiedlichen europäischen Ländern zu fördern. Im Folgenden ihr Bericht:

Kreative Zusammenarbeit

In Wolgograd haben die Teilnehmer/innen ihre kreative Zusammenarbeit fortgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler aus der Vincent-van-Gogh-Schule haben nicht nur Geschichte, nationale Traditionen und Sehenswürdigkeiten kennengelernt, sondern nahmen auch an Veranstaltungen zum Thema „2019 – Jahr des Theaters in Russland“ teil. Es ist nicht einfach, aber sehr aufregend, sich als Drehbuchautor, Regisseur, Schauspieler oder sogar als Musikredakteur zu versuchen! Gemeinsam wurden Sketche zu Themen erstellt, die viele junge Menschen betreffen: „Wenn ich Präsident wäre …“, „Was bedeutet es, tolerant zu sein?“, „Mobbing und Cybermobbing – Ursachen, Konsequenzen und Methoden zur Lösung des Problems“, „Welchen Planet überlassen wir?“ In der Meisterklasse zur Herstellung von Marionetten zeigten die Jugendlichen Fantasien und spielten das Stück „Alte Märchen auf‘s Neue“.

Kunst kennt keine Sprachgrenzen

Die Sprache ist kein Hindernis für die Erreichung eines gemeinsamen Ziels, da Kunst keine Sprachgrenzen kennt und für Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Nationalität verständlich ist. Die Teilnahme an diesem Projekt hilft den Schülern, ihre individuellen Fähigkeiten und Talente zu entdecken, die Weltoffenheit zu fördern und Stereotype zu überwinden. „Wir sind so unterschiedlich aber doch so identisch!“, so nannte eine der Teilnehmerinnen einen Artikel für die Schulzeitung über ihre Eindrücke des Treffens.

Wiedersehen im Jahr 2020 geplant

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden vom Abgeordneten ders Wolgograder Parlament G. Kusnezow empfangen, der den Schülern und Projektleitern für ihren Beitrag zur Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den jungen Menschen in Russland und Deutschland dankte und seine Meinung über die Bedeutung solcher internationalen Jugendtreffen zum Ausdruck brachte.

Am Abschlussabend, nach einer Karaokeshow, gab es das Versprechen, die Kooperation beider Schulen fortzusetzen und sich im Frühjahr 2020 in Berlin und im Oktober 2020 in Wolgograd wieder zu treffen.


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