Viele Einschränkungen und Verhaltensregeln. Aber immerhin:

Tierpark und Zoo bald wieder offen

24.04.2020, Volkmar Eltzel

Fotos: © 2019 Tierpark Berlin. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Friedrichsfelde/ Tiergarten. Der Tierpark und der Zoo Berlin öffnen ab Dienstag, 28. April, für Besucher wieder ihre Pforten. Demnächst brauchen sich also Tiere und Tierliebhaber nicht mehr zu langweilen. Seit dem 17. März sind beide Anlagen geschlossen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.

„Mit einer kontrollierten, verantwortungsbewussten Wiederöffnung möchten wir den Berlinerinnen und Berlinern die Möglichkeit geben, bei uns Tiere und Natur zu genießen“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.

Tickets nur Online mit Zeitfenster

Das Öffnungskonzept, das in Abstimmung mit dem Senat und den Bezirken Lichtenberg und Mitte in den vergangenen Wochen erstellt wurde, enthält jedoch etliche Einschränkungen und Verhaltensregeln:

Tickets können ausschließlich im Online-Shop erworben werden, der ab Montag, 27. April, unter tierpark-berlin.de sowie zoo-berlin.de bereit stehen soll. Beim Kauf muss ein Besuchsdatum mit Zeitfenster ausgewählt werden. Nur für diesen Zeitraum sind die Eintrittskarten dann gültig. Die Ticket-Kassen vor Ort bleiben geschlossen. Die Jahreskarten-Kassen werden nur dann geöffnet, wenn die Nachfrage nicht so hoch ist, dass es zu Warteschlangen kommt. Auch wer eine Jahreskarte besitzt, muss vorab online ein Besuchszeitfenster buchen. Das ist dann natürlich kostenfrei.

In den wahlweisen Besuchszeitfenstern, zunächst 9-13 Uhr und 13-17 Uhr, gibt es täglich jeweils nur ein begrenztes Ticket-Kontingent. Es liegt für den Tierpark bei 3.000, für den Zoo bei 2.000 Stück.

Keine Ermäßigungen

Ermäßigungen und das Einlösen von Rabatt Coupons (z.B. Berlin WelcomeCard) werden vorerst nicht möglich sein. Damit sollen Wartesituationen am Einlass durch zusätzliche Kontrollen vermieden werden. Auch im Tierpark und im Zoo gelten die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln. So sind gemeinsame Besuche nur von Personen eines Haushalts erlaubt. Zu anderen Personen ist ein Abstand von zwei Metern geboten. Das Verweilen an einem Ort ist nur kurzzeitig gestattet. Picknick und Ähnliches sind verboten. Alle Gäste sind angehalten, Glasscheiben und andere Oberflächen nicht zu berühren.

Vieles bleibt geschlossen

Das Schloss Friedrichsfelde, alle Tierhäuser und auch das Alfred-Brehm-Haus sowie die begehbaren Tier-Anlagen bleiben vorsorglich geschlossen. Gleiches gilt für alle Spielplätze, die Streichelgehege, Cafés und Restaurants. An einzelnen Standorten werden Speisen und Getränke „to go“ zum Kauf angeboten. Auch das Aquarium im Zoo bleibt geschlossen.

Die Panda-Jungtiere im Zoo werden nicht zu sehen sein. Es finden keine kommentierten Fütterungen und keine Flugshows mit Raubvögeln statt. Die Tierpark-Bahn fährt nicht und es gibt keinen Bollerwagen-Verleih.

Abstand, Rücksicht, Hygiene

Bei Verstößen gegen die Hygiene- und Verhaltensregeln behalten sich Zoo und Tierpark Berlin vor, Parkverweise für Besucher auszusprechen und gegebenenfalls die Parks auch wieder zu schließen. Zoo- und Tierpark-Mitarbeiter werden verstärkt eingesetzt, um die Einhaltung der Regeln durchzusetzen.

Wie die Zoo- und Tierparkverwaltung versichert, seien viele Vorkehrungen zur Hygiene und Abstandswahrung bereits getroffen. Es gibt Infoschilder, Bodenmarkierungen und Absperrungen auf dem gesamten Gelände. Die Toiletten sind mit sogenannten Handfrei-Türöffnern ausgestattet. Das Öffnen und Schließen ist mit dem Ellenbogen oder Unterarm geboten.

Tiere gibt es auch

Trotz aller Einschränkungen und Regeln kann man viele Tiere, wie zum Beispiel Elefanten und Giraffen, Murmeltiere und Präriehunde in den Außenanlagen beobachten. Bei vielen tierischen Bewohnern hat sich Nachwuchs eingestellt, so etwa bei den Schwarznasenschafen, Mantelpavianen und vielen Vogelarten.

Einsatz hat sich gelohnt

Sowohl Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) als auch sein Stellvertreter, Bezirksstadtrat Kevin Hönicke (SPD) hatten sich in den vergangenen Tagen intensiv für eine verantwortbare Teilöffnung des Tierparks eingesetzt. Michael Grunst bedankte sich bei allen, „die in diesen komplizierten Zeiten dem Tierpark die Treue halten. Besonderer Dank gilt der Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V.“ Wirtschafts- und Sozialstadtrat Kevin Hönicke hofft, dass die Öffnung gerade für Familien und Alleinerziehende etwas Abwechslung und Entlastung in den Alltag bringt.


Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden