Biergarten in der Alten Börse Marzahn öffnet

Süffig und gut gehopft

21.04.2014, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel, Foto 2: Roman Hillmann

Marzahn. Nun ist es endlich so weit, das Warten hat ein Ende: Am Sonnabend, 26. April, um 9 Uhr öffnet der Biergarten in der Alten Börse Marzahn. Dann wird dort ganz offiziell das erste Bier aus Marzahn, das „Marzahner“,  ausgeschenkt. Die Eigenmarke hat Peter Kenzelmann entwickelt, der das denkmalgeschützte, 30.000 Quadratmeter große Gelände des früheren Magerviehhofs an der Beilsteiner Straße zu einem Event-Standort entwickeln will. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Die 300 Quadratmeter große Biergartenfläche nahe dem künftigen Marktplatz ist bereits seit einiger Zeit fertig. Nun müssen bloß noch Tische und Stühle aufgestellt werden – und dann: Prost!

Ein Bier wie die Marzahner
Wir durften schon einmal probieren – das „Marzahner“ hat tatsächlich etwas. Zunächst, zumindest für Leute wie mich, die nur selten Bier trinken, schmeckt es leicht bitter. Mit jedem weiteren Schluck aber gewöhnt man sich und genießt. „Süffig und gut gehopft“, so charakterisiert Kenzelmann das Gebräu. Es sei wie die Marzahner, erscheine zuerst etwas herb, zeige sich dann aber sehr authentisch. Ein Bier, das Lust auf mehr mache, sagt Kenzelmann. Allerdings, zur Biergarten-Eröffnung kommt das „Marzahner“ noch gar nicht ganz richtig aus Marzahn – noch wird es in Brandenburg gebraut, nach einem Spezialrezept. Geliefert wird es in die Alte Börse in Fässern – zwölf hat Kenzelmann zur Biergarten-Eröffnung bestellt und sicherheitshalber auch noch eine Option zur Nachlieferung.

Eine Brauerin aus Rom
Zwar steht die Anlage mit Braukesseln und Abfüllbehältern bereits und ist auch funktionsbereit, doch vor Ort gebraut wird erst ab Mai. Drei Diplombrauer aus Berlin stehen den Börsianern dabei zur Seite, vor Ort wird sich dann Aurora Faccini eigens um die Bierherstellung kümmern. Die junge Frau aus Rom lebt seit drei Jahren in Marzahn. Das „Marzahner“ mit der Kralle als Signet („die steht für Berlins Wappentier, den Bären“), erzählt Kenzelmann, wird es zunächst nur auf dem Börsengelände geben. Es wird bei Veranstaltungen ausgeschenkt – hier können Tagungen, Kongresse, Konzerte und auch Hochzeiten stattfinden, auch Filmfestivals sind geplant. Und natürlich wird man es auch täglich im Biergarten genießen können. Dieser soll, noch probiert man die Öffnungszeiten aus, zunächst wohl täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet sein.

Gastronomie im Sommer
Die dazugehörende Gastronomie wird allerdings erst im Sommer fertig, auch die ebenfalls schon geplante Flaschenabfüllung. „Einen Imbiss bieten wir aber immer an, rustikal, ohne Schnickschnack“, sagt Kenzelmann. So soll es zwei Eintöpfe geben – „einen veganen und einen herzhaften, mit Fleisch“. Beleben will er auch eine fast vergessene Tradition: „Die Leute sollen sich auch ihr Essen selbst mitbringen können und im Biergarten oder auf dem Gelände ein Picknick machen, wenn sie das wollen.“  Mindestens sonntags werde aber auch Kaffee und Kuchen angeboten.

Entspannt in den Sonnabend
Warum am Eröffnungstag der Biergarten schon um 9 Uhr öffnet, für viele gerade einmal Aufstehzeit, begründet der 43-Jährige so: “Da kann man doch gut den Tag beginnen, ganz entspannt in Marzahn.”

 

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Leserkommentare

  1. Marzahner = herb & authentisch
  2. Ich drücke der ganzen Alten Börse stark die Daumen & freue mich schon aufs Flaschenbier, das ich dann überallhin als Geschenk mitnehmen kann 😉

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