Info-Store am Potsdamer Platz erfolgreich

Standort-Marketing nachgefragt

25.05.2014, Birgitt Eltzel

Fotos: Frank Leiste

Mitte/Marzahn-Hellersdorf. Am heutigen Sonntag, 25. Mai, kann der Informations- und Erlebnisstore Marzahn-Hellersdorf in den Potsdamer Platz Arkaden noch einmal besucht werden, dann findet die erste Präsentation eines Berliner Bezirks in der City ihren Abschluss. „Es war eine sehr erfolgreiche Aktion“, sagte Marzahn-Hellersdorfs Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU) bei einer feierlichen Finissage am Freitagabend, 23. Mai. Die Schau wird Anfang 2015 auch im Heimatbezirk zu sehen sein. Geplant ist außerdem, sie in weiteren Berliner Bezirken und sogar in anderen Bundesländern zu zeigen.

Zahlreiche Mitmach-Angebote
Zehn Tage lang, vom 16. bis zum 25. Mai, präsentierte sich Marzahn-Hellersdorf am Potsdamer Platz. Es wurde Wissenswertes, beispielsweise zu Wirtschaft, Gewerbe und Wohnen sowie zu zahlreichen, auch vielen Berlinern noch unbekannten touristischen Attraktionen vermittelt. Doch nicht nur das, denn es gab auch Angebote zum Mitmachen und Entdecken wie einen kleinen Kletter-Parcours vom „Bergwerk“, der Lust darauf machen sollte, das Original im Hellersdorfer Zentrum „Helle Mitte“ zu besuchen. Und bis auf den Abschlusstag wurde jeden Tag ein vierstündiges Bühnenprogramm geboten, gestaltet von Künstlern und Vereinen aus dem Bezirk. „Mehr als 250 verschiedene Akteure haben sich daran beteiligt“, sagte Oleg Peters, der Leiter des bezirklichen Standortmarketings, das die Leistungsschau organisiert hatte.

Anfragen aus anderen Bezirken
„Wir haben damit Neuland betreten“, sagte der Wirtschaftsstadtrat. Doch das habe sich gelohnt. Nicht nur, dass zahlreiche Besucher des Einkaufszentrums an den sogenannten Info-Würfeln verweilt hätten, auch das Medienecho sei sehr positiv gewesen. „Und inzwischen gab es auch schon Anfragen aus anderen Bezirken.“ Spandau beispielsweise, wie Marzahn-Hellersdorf ebenfalls ein Außenbezirk der Hauptstadt, hat sich schon nach dem Standortmarketing erkundigt. Dieses läuft drei Jahre in Marzahn-Hellersdorf und wird in diesem Zeitraum mit 500.000 Euro aus EU- und Bundesmitteln gefördert. Im vergangenen Jahr startete es bereits eine Imagekampagne unter dem Motto „Berlins beste Aussichten“, der Infostore ist ein weiteres Projekt des Standortmarketings.

Im Eastgate ein wenig anders
Als „Auswärtsspiel“ bezeichnete Peters die Präsentation am Potsdamer Platz. Das „Heimspiel“ solle Ende Februar/Anfang März 2015 in Marzahn stattfinden. Dann wird die Schau im Einkaufszentrum Eastgate gezeigt. Freilich ein wenig anders: „Es werden auch kleinere, lokal verankerte Firmen dabei mitmachen und noch andere Akteure beim Bühnenprogramm.“ Es habe nämlich so viele Interessenten für die Ausstellung in Berlins Stadtmitte gegeben, dass man nicht alle Angebote wahrnehmen konnte. Wer dort nicht zum Zuge kam, habe nun die Chance in Marzahn. Übrigens: Gezahlt wurde für die Auftritte nichts – Dabeisein war alles. Noch etwas soll im Eastgate anders sein als am Potsdamer Platz: Zusätzlich zu den dort aufgebauten Elementen wie beispielsweise dem Torbogen mit Motiven eines Plattenhochhauses wird auch ein sechs Meter hohes Modell des Turms von Schloss Biesdorf zu sehen sein, das gerade saniert und zum „Bilderschloss“ ausgebaut wird.

Schau soll reisen
Doch nicht nur im Eastgate soll die Schau im nächsten Jahr aufgebaut werden, sondern auch noch in anderen Einkaufszentren Berlins: „Es gibt schon Interessenten dafür“, sagte Gräff. Und der Wirtschaftsstadtrat wünscht sich sogar, dass sie noch weiter reist. „Wir würden sie gern auch in anderen Bundesländern zeigen, vielleicht in Städten wie Hamburg oder Düsseldorf“, sagte er.

 

 

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