Jährlich 44.000 Sporttreibende – Wettkämpfe bis zur Champions League

Sporthalle ASP.5 übergeben

20.05.2019, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Fennpfuhl. Die Sportvereine, Leistungs- Freizeit-, Senioren- und Reha-Sportler, umliegende Schulen und Kitas können aufatmen. Nach zweijähriger Modernisierung ist die Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz 5 wieder ihrer Bestimmung übergeben worden. Am Freitag, 17. Mai, brachte Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) den symbolischen, übergroßen Holzschlüssel mit, um ihn nach Dankesworten für die Architekten, Planer und Handwerker sogleich an Schul- und Sportstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) zu übergeben.

„Es gibt schon erste Diskussionen, wer wann die Halle nutzen darf“, sagte der Bürgermeister. „Ich freue mich auf den Leistungs- und Breitensport, insbesondere auf den ttc berlin eastside e.V. Nun haben wir eine wunderbare Trainings- und Wettkmapf-Halle, in der auch internationale Sportveranstaltungen stattfinden können.“

Ein Jahr Verspätung

„Die Halle ist wirklich schön geworden“, sagte Stadtrat Wilfried Nünthel. „Trotz aller Widrigkeiten. Ich wünsche, dass sie den Sportlerinnen und Sportlern lange erhalten bleibt.“ Er dankte auch den Nutzern der Halle für ihre Geduld: „Ich weiß, die Verzögerung hat die Vereine auch Mitglieder gekostet.“ Er hoffe, dass sie, angesichts der modernen Sporthalle wieder zurückkehrten.

Für die Grundinstandsetzung und Neustrukturierung der ASP.5 wurden fünfeinhalb Millionen Euro investiert. Die 1985 vom Stahlbau MLK Plauen errichtete Halle sollte eigentlich schon im Mai 2018 fertig saniert sein. Doch es gab Unternehmen, die ihre Leistungen erst mit Verspätung erbrachten, zum Beispiel für die Heizungs- und Lüftungsanlage. Dadurch verzögerten sich auch die Arbeiten der nachfolgenden Gewerke.

Hell, edel und komfortabel

Nach einer Havarie 2012 war bereits der Bodenbelag in der Halle erneuert worden. Er wurde bei den jetzigen Arbeiten lediglich abgedeckt. Auch die Decke und die Tribüne stammen von 2012. Neu sind unter anderem die in einzelnen Bereichen verschieden dimmbare LED-Beleuchtung, die Prallwände aus edlem Holz sowie die verstellbaren Wände und die Automatik-Tore. Die Tribüne wurde aufgewertet. Für Frauen und Männer gibt es neue, getrennte Duschbereiche und acht Umkleideräume. Aus der einstigen Sauna wurde ein Kraftraum.

Erreichen der Nutzungskapazität nach den Sommerferien

Der Sportstadtrat übergab seinerseits den Schlüssel an den Leiter des Schul- und Sportamtes Mario Bade. Das Amt wird die künftige Nutzung der Halle managen. Während der Umbauzeit gab es fast im Wochentakt Anfragen, wann denn die Halle wieder genutzt werden könne.

Noch einmal wurde der Schlüssel übergeben: an Hallenmeister Axel Somnitz. „Die 3-Feld-Halle wird wochentags von 7 bis 22 Uhr genutzt“, versicherte dieser. Hinzu kämen die Wettkämpfe an den Wochenenden. Jetzt müssten die Vereine und Sportgemeinschaften jedoch erst einmal ihr Equipment wieder einräumen. Deshalb werde die Halle ihre volle Nutzungskapazität wohl erst nach den Sommerferien erreichen. Dann sollen dort – so wie vor der Sanierung – jährlich etwa 44.000 Athleten unter anderem aus 35 Vereinen Sport treiben. Hinzu kommen dann noch die zahlreichen Gäste.

Wettkämpfe bis zur Champions League

Die in erster Linie energetisch sanierte Halle bietet nahezu ideale Sportbedingungen. Auf dem insgesamt 20 mal 40 Meter großen Spielfeld können Wettkämpfe im Volleyball, Handball und Tischtennis bis hin zur Champions League ausgetragen werden. 350 bis 400 Zuschauer finden auf der aufgewerteten Tribüne Platz.

Der erste Wettkampf in der neuen, alten Halle ist für Ende Mai geplant. „Ab 3. Juni bitten wir die Sportvereine, die auch zuvor die Halle nutzten, mit dem Hallenmeister die künftige Nutzung abzustimmen“, sagte Klaus Landmann vom Fachbereich Sport. Und am Sonnabend, 15. Juni, können alle Interessierten beim „Tag der offenen Tür“ die ASP.5 besichtigen.


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