Die perfekte Welle an der Landsberger Allee

Spaß für Surfer auch ohne Meer

19.11.2019, LiMa+ Team

Fotos: Wellenwerk

Lichtenberg. Berlin liegt bekanntermaßen nicht am Meer, Wellenreiten kann man dort jetzt trotzdem: Am Freitag, 22. November, eröffnet an der Landsberger Allee 270 die erste Indoor-Surfhalle der Hauptstadt. Das „Wellenwerk“, das Spaß für Surfer bietet, befindet sich in einer früheren Industriehalle auf ehemaligem Gelände der Berliner Wasserbetriebe (BWB). Die Wellenreiter-Anlage soll später auch noch ein Restaurant, einen Surfshop und einen Biergarten erhalten. Auch in anderen deutschen Städten wie in München und Osnabrück gibt es bereits ähnliche Anlagen zum Indoor-Wellenreiten.

Wassertemperatur 26 Grad

Gegründet wurde das „Wellenwerk“ von jungen Hobbysurfern, die vor knapp drei Jahren nach einem Urlaub in wärmeren Breiten auf die Idee kamen, auch in Berlin Surferfeeling zu bieten, LiMa+ berichtete.

 In der umgebauten Industriehalle gibt es nach Angaben der Veranstalter sommerliche Wassertemperaturen von 26 Grad Celsius. Die neun Meter breite Citywave erzeugt in einem etwa 10 mal 18 Meter großen Becken eine künstliche Welle mit einer Höhe bis zu 1,60 Meter. Gearbeitet wird ausschließlich mit Wasserdruck und ohne spezielle Aufbauten. Die Welle entsteht dadurch, dass fließendes auf stehendes Wasser trifft. Nicht nur ihre Höhe, sondern auch die Durchflussgeschwindigkeit lassen sich individuell an die Bedürfnisse (und das Können) der jeweiligen Surfer anpassen.

Stunde 38 Euro in der Gruppe

Angeboten werden neben 60-minütigen Surf-Sessions für Anfänger und Profis (38 Euro in der Gruppe, inkl. Leihmaterial und Coach) auch verschiedene Kurse (Anfänger und Fortgeschrittene ab 115 Euro). Für private Sessions muss mehr Geld auf den Tisch gelegt werden – die Preise beginnen bei 459 Euro. Für Zuschauer ist der Eintritt kostenfrei.

Platz für attraktive Indoor-Sportarten

Das alte Wasserwerks-Areal entwickelt sich damit weiter zu einem Platz für attraktive Indoor-Sportarten. Denn bereits seit 2017 gibt es gleich neben der Surfhalle das Windobona, wo man im Windkanal schweben kann, LiMa+ berichtete . Die BWB hatten Teile des Geländes veräußert, weil es für sie nicht mehr betriebsnotwendig ist. 2013 war zunächst ein Vorhaben der Wasserbetriebe ad acta gelegt worden, dort einen großen Sportartikelmarkt sowie Gaststätten und Kultureinrichtungen anzusiedeln. Doch das Vorhaben verstieß gegen die Berliner Zentrenplanung und fand keine Zustimmung beim Bezirk und bei der Landesregierung. Danach schwenkte das Unternehmen um – die sportlichen Erlebniswelten an der Landsberger Allee wurden von den Behörden genehmigt.

Wellenwerk, Landsberger Allee 270. Geöffnet täglich zwischen 10 und 22 Uhr.
Weitere Informationen
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