Selbsthilfe gegen Alkoholsucht

03.12.2018, Pamela Schmuhl

Marzahn-Hellersdorf. Alkoholsucht bekämpfen als Mensch mit oder ohne Migrationshintergrund – das können Interessenten in der Selbsthilfekontaktstelle Marzahn-Hellersdorf. Dazu hat 2017 die Wuhletal-Psychosoziales Zentrum gGmbH das Projekt „Migration und Integration in der Selbsthilfe“ gestartet. Menschen unterschiedlicher Herkunft werden so unterstützt, von Angeboten zu Selbsthilfegruppen in ihrer Sprache zu erfahren und daran teilzunehmen. Da die Hälfte der im Bezirk lebenden Einwohner mit Migrationshintergrund aus der ehemaligen Sowjetunion stammt, richtet sich das Projekt vorwiegend an russischsprechende Menschen. Daraus haben sich schließlich drei Gruppen gebildet: eine klassische Gruppe, eine Motivationsgruppe und eine Glaubensgruppe. In der klassischen Gruppe werden Probleme diskutiert und analysiert. In der Motivationsgruppe gibt die Gruppenleiterin den Teilnehmern Motivationstipps für jegliche Lebenslagen und in der der Glaubensgruppe wird über die Seele sowie die Gefühle des Menschen gesprochen. Dabei erlernen die Teilnehmer unter anderem, wie sie den Alltag ohne Alkohol bewältigen und wie man mit neuen Lebensbedingungen nach der Therapie umgeht. Parallel gibt es Tipps und Tricks gegen den Suchtdruck. Die Selbsthilfegruppen bestehen aus sechs bis vierzehn Teilnehmern. 90 Prozent sind Männer, zehn Prozent Frauen. Eine russische Gruppenleiterin betreut alle drei Gruppen.

Die Krankenkasse oder die Rentenversicherung finanzieren die dauerhafte Teilnahme. Neben dem psychologischen Hilfeangebot veranstaltet die Gruppe regelmäßig Ausflüge, zum Beispiel ins Gesundheitsministerium oder zu einem Picknick am See.
Die Gruppentreffen finden immer mittwochs in der Selbsthilfekontaktstelle Marzahn-Hellersdorf, Alt-Marzahn 59 A. statt. Genaue Zeiten und weitere Informationen telefonisch in deutscher Sprache über 5 42 51 03, in russischer Sprache über 5 40 68 96 und unter www.wuhletal.de/suchtberatung.

 

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