Seilbahn-Verbleib unsicher

07.08.2018, Birgitt Eltzel

Marzahn-Hellersdorf. Mit dem jetzt vom Senat vorgelegten Entwurf des Nahverkehrsplans 2019-2023 scheint der Weiterbetrieb der Seilbahn zwischen dem U-Bahnhof Kienberg und dem Blumberger Damm nach 2020 unsicher. Denn dem Betrieb der Kabinenbahn an den „Gärten der Welt“ als öffentliches Verkehrsmittel wird darin eine Absage erteilt. „Berlin würde eine Chance verschenken, wenn die Seilbahn als öffentliches Verkehrsmittel nicht ernsthaft geprüft und getestet werden sollte“, erklärt dazu der in Marzahn-Hellersdorf direkt gewählte Abgeordnete Kristian Ronneburg (Linke). „Gäste der Seilbahn, Kundinnen und Kunden der BVG sowie Einwohnerinnen und Einwohner unseres Bezirks sollten dazu vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) befragt werden“, fordert er. Zudem solle der Seilbahn-Betrieb unter den Bedingungen des VBB im realen Betrieb als öffentliches Verkehrsmittel getestet werden. „Wenn diese Kenntnisse vorliegen, kann auch eine sachliche Entscheidung darüber getroffen werden, ob die Integration der Seilbahn in den VBB sinnvoll ist.“

Ronneburg begrüßte, dass im Entwurf insgesamt zahlreiche Verbesserungen für Marzahn-Hellersdorf vorgesehen sind. So soll die Buslinie 195 in eine Metrolinie umgewandelt werden und auch im Nachtverkehr unterwegs sein. Die Linie 18 soll aus dem Bereich Fennpfuhl, Herzbergstraße und Allee der Kosmonauten eine Straßenbahn-Direktverbindung zum Alexanderplatz alle 10 Minuten bekommen. In Mahlsdorf-Süd/Waldesruh soll ab 2020 die Einführung eines Rufbusses getestet werden. Für den Entwurf, dessen Diskussion jetzt beginnt, hält Ronneburg noch Nachbesserungen für erforderlich: So sei die Errichtung eines Regionalbahnhalts Springpfuhl erforderlich. Dort kreuzten sich zwei Regionalbahntrassen, die auch von den Marzahn-Hellersdorfern genutzt werden könnten. Die Einrichtung eines solchen Halts hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf bereits mehrfach gefordert.

 

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