Integrierte Sekundarschule ab 2022 in der Paul-Junius-Straße

Schulstandort wird reaktiviert

15.02.2020, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Fennpfuhl. Die frühere Olof-Palme-Oberschule an der Paul-Junius-Straße 25-27 soll für rund 25 Millionen Euro von Grund auf instand gesetzt und wieder in Betrieb genommen werden. Der Schulstandort mit den beiden miteinander verbundenen Schulgebäuden in so genannter „SK Bauweise“ (Stahlbeton-Skelett) wird nach seiner Fertigstellung barrierefrei sein. Entstehen soll eine Integrierte Sekundarschule (ISS) mit sechs Klassen je Klassenstufe. Die Reaktivierung ist Teil der Berliner Schulbauoffensive. Neben dem Neubau von Schulen (LiMa+ berichtete) sieht sie auch die Wiederherstellung bereits vorhandener Schulgebäude vor.

Neue Mensa

Ein zweigeschossiger Erweiterungsbau mit Mensa, eigener Küche und einem Mehrzweck-Bereich wird den Schulstandort komplettieren. Der Schulhof soll völlig neu gestaltet werden.

Die vorhandene Sporthalle wurde bereits teilweise saniert. Dort soll nun zusätzlich die Stahlfenster-Fassade erneuert werden. Im Innenbereich ist der Einbau einer umlaufenden Prallwand sowie einer abgehängten Akustikdecke vorgesehen. Die technischen Anlagen werden ausgetauscht, sodass sie anschließend den aktuellen Anforderungen entsprechen.

Baumfällungen noch im Februar

Noch im Februar beginnen die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau. Wie der Bezirk mitteilt, sind dazu auch Baumfällungen auf dem Schulgrundstück erforderlich. Das betrifft sieben Esche-Ahorn-Bäume, vier Pappeln sowie eine Birke, eine Esche, einen Feld-Ahorn, einen Spitz-Ahorn, eine Steinweichsel und eine Ulme (insgesamt 17). Wie es in der Mitteilung heißt, sind die Bäume teilweise zu nah an den Bestandsgebäuden gewachsen. Entsprechende Ersatzpflanzungen soll es auf dem Schulgrundstück geben. Dazu sind sechs Amber-Bäume, sechs Rot-Ahorn und zwei Burgen-Ahorn-Bäume (insgesamt 14) angedacht.

Geplante Fertigstellung 2022

Die eigentlichen Bauarbeiten starten voraussichtlich im April. Das Schulgebäude wird dann komplett entkernt und von Schadstoffen befreit. Nach Abbruch der Fassade und aller Aufbauten wird der Rohbau mit neuen durchgefärbten Beton-Fertigteilen verkleidet. Das Dach bleibt weitestgehend erhalten. Es soll saniert und begrünt werden. Die Fenster werden in Aluminium-Bauweise hergestellt. Für die barrierefreie Erschließung wird ein Aufzug in das Schulgebäude integriert.

Die PICHLER Ingenieure GmbH aus Berlin hat den Zuschlag für die Tragwerksplanung erhalten. Voraussichtlich bis September 2022 sollen die Bauarbeiten an dem Schulstandort fertig sein. „Wir arbeiten intensiv daran, jedem Kind einen wohnortnahen Schulplatz anzubieten“, sagt Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke). Er ist auch für die Bauvorhaben im Bezirk zuständig. Schulstadtrat Martin Schaefer (CDU) erläutert, dass nach dem Berliner Schulgesetz zwar die ganze Stadt als Einzugsbereich für die Sekundarstufe gilt. „… aber wir wollen als Bezirksamt Lichtenberg so weit wie möglich unseren Beitrag leisten.“


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