Richtfest für neue Kliniken am UKB

Rohbau fertiggestellt

13.06.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: UKB (1,2), Birgitt Eltzel (3-5)

Marzahn. Berlins modernster Gesundheits-Campus wächst weiter: Auf dem Gelände des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB) an der Warener Straße wird am heutigen Mittwoch, 13. Juni, um 14.30 Uhr das Richtfest für einen fünfgeschossigen Neubau gefeiert. Dort sollen die Klinik für Integrative Rehabilitation (100 Betten), die neue Klinik für Beatmungsentwöhnung (15 Betten) und die deutlich erweiterte Neurologische Frührehabilitation (40 Betten) ihren Platz finden. Der 135 Meter lange und 35 Meter breite Rohbau, der sich zwischen Haupthaus/Reha-Gebäude und dem Zentrum für Klinische Forschung befindet, ist fertiggestellt. Am Richtfest wird auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) teilnehmen. Der Neubau soll bis zum Herbst 2019 komplett sein. Die Kosten betragen 70 Millionen Euro.

Jährlich rund 100.000 Patienten

Das 1997 eröffnete UKB wird von den Berufsgenossenschaften getragen. Jährlich werden auf dem UKB-Campus rund 100.000 Patienten behandelt. Das Klinikum ist ein Traumazentrum der Maximalversorgung mit mehr als 600 Betten auf 20 Stationen und einer Aufnahmestation. Für die 25 Fachbereiche und Abteilungen, darunter ein zertifiziertes Kopf-Hals-Tumor-Zentrum, ein zertifiziertes Prostata-Zentrum, ein zertifiziertes Darmzentrum und eine zertifizierte Stroke Unit (überregionale Schlaganfallversorgung) hält das Krankenhaus 15 OP-Säle, davon einen im Zentrum für Schwerbrandverletzte und vier für ambulante Operationen, vor. Das UKB verfügt über eine interventionelle Kardiologie mit drei Herzkatheterlaboren, ein Zentrum für Physikalische Therapie und Rehabilitation, ein Forschungszentrum sowie ein Zentrum für Notfalltraining. Das Klinikum unterstützt mit seinem Institut für Telemedizin andere Krankenhäuser durch digitale Radiologie und Tele-Neurologie.
Am UKB ist ein Rettungshubschrauber stationiert, auf dem Dach befinden sich zwei Landeplätze. Seit April 2017 ist das UKB die Basis für das STEMO 2 (Schlaganfallmobil).

Größter Arbeitgeber im Bezirk

Mit mehr als 1.800 Mitarbeitern ist das Akademische Lehrkrankenhaus der Charité der größte Arbeitgeber im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Engmaschige Versorgungsnetze mit niedergelassenen Ärzten, medizinischen Versorgungszentren wie die Poliklinik des 2014 eröffneten, nahegelegenen UKB-Gesundheitszentrums, Reha-Praxen und Pflegediensten sichern vor und nach dem Klinikaufenthalt die erfolgreiche Genesung.

Weitere Großprojekte

Auf einem benachbarten Grundstück wird derzeit ein weiteres Großprojekt der Gesundheitswirtschaft vollendet: Die Arona Klinik für Altersmedizin (65 Betten) soll im Dezember ihren Betrieb aufnehmen. Bauherr für das 30 Millionen Euro teure Projekt ist das Deutsche Zentrum für Geriatrie Berlin (DZG). In einigen Wochen soll ebenfalls am Blumberger Damm (nördlich des Gesundheitszentrums am UKB) ein Haus der Gesundheitswirtschaft gebaut werden. Zum Marzahner Gesundheits-Campus zählen auch die Psychosomatische Heiligenfeld-Klinik und die Augenklinik Marzahn. Mehr als 15.000 Menschen arbeiten derzeit im Bezirk in der Gesundheitswirtschaft, mit den geplanten und in Bau befindlichen Projekten wird sich die Zahl weiter erhöhen.

 

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