Einschulungsfeier an der Konrad-Wolf-Straße 11 am 10. August geplant

Richtfest in Rekordzeit

09.05.2019, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Alt-Hohenschönhausen. Gerade einmal 105 Tage sind seit der Grundsteinlegung für die neue Grundschule an der Konrad-Wolf-Straße 11 vergangen. Da wurde am Mittwoch, 8. Mai, schon das Richtfest gefeiert. Und wenn alles planmäßig so weiterläuft, dann findet in drei Monaten, am 10. August dort bereits die Einschulungsfeier statt. Die Schule ist eines von insgesamt drei Modellvorhaben dieser Art. Die Holzmodulbauweise ermöglicht den Bau in Rekordzeit. Bauherrin ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) sprach den Bauleuten und Planern den Respekt und ihre Wertschätzung für diese Leistung aus. „Zwölf Monate Planung und nur acht Monate Bauzeit zeigen, wie ambitioniert der Zeitplan ist“, sagte die Senatorin. Es sei ein bisher einzigartiges Teamwork. Die Außenanlagen mit Schulhof, Grün und Außensportanlage würden natürlich erst in Angriff genommen, wenn Schule und Sporthalle fertig sind. Bis zum Sommer 2020 gebe es deshalb noch einige Einschränkungen im Schulbetrieb.

Berliner Schulbauoffensive für 5,5 Milliarden Euro

Der Neubau der 3-zügigen Grundschule bietet im offenen Ganztagsbetrieb Platz für 432 Schülerinnen und Schüler. Mit seinen 26 allgemeinen Unterrichtsräumen, einem Mehrzweckraum mit Küche, Lernwerkstätten und Verwaltungsräumen wird die Schule komfortabel ausgestattet.

Die ebenfalls im Bau befindliche 2-Feld-Sporthalle kann auch für den Vereinssport genutzt werden. Die Gesamtkosten für den Neubau der Gebäude und Außenanlagen betragen 25,94 Mio. Euro und werden vom Land Berlin getragen. Die Berliner Schulbauoffensive ist mit einem Volumen von rund fünfeinhalb Milliarden Euro das größte Investitionsvorhaben der laufenden Legislaturperiode.

Bautempo soll beibehalten werden

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst hob hervor, dass im Bezirk derzeit vier Schulbauprojekte in Planung bzw. bereits in der Umsetzung sind: Neben der Konrad-Wolf-Straße entsteht eine weitere Schule in Holzbauweise in der Sewanstraße (LiMa+ berichtete). Außerdem werden Schulen an der Hauptstraße 8 sowie am Blockdammweg in Karlshorst gebaut. „Wir versuchen, auch das Bautempo beim Wohnungsbau beizubehalten“, sagte der Bürgermeister. Nach wie vor zögen zwischen drei- und fünftausend Menschen jährlich nach Lichtenberg.

Schulstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) erinnerte, dass sein „Amtsvorvorgänger den Standort von der alten Schule befreien“ musste (das Oranke-Gymnasium wurde rückgebaut, die Red.). „Viel schöner ist es aber, den Neubau einer Schule zu begleiten“, freute sich der Bezirksstadtrat. Er wünschte auch allen noch kommenden Gewerken für den Innenausbau viel Erfolg.

Zahl der Schüler binnen fünf Jahren um 2.312 gestiegen

Aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf eine Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Danny Freymark (CDU) vom 4. April geht hervor, dass die Schülerzahlen in den Lichtenberger Grundschulen in den vergangenen fünf Jahren von 10.397 im Schuljahr 2014/15 auf 12.709 im Jahr 2018/19 gestiegen sind. Die Schulplätze stiegen im selben Zeitraum von 10.872 auf 12.096.

„Der Bestand und die erwartete Entwicklung der Schülerzahlen und der Schulplatzkapazitäten werden seit 2014 jährlich zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und den Bezirken im Rahmen eines Monitorings dargestellt bzw. prognostiziert“, heißt es in der Senatsantwort.


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