Richtfest für erstes Typenhaus

19.11.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Christian Kruppa (1), mib märkische ingenieur bau gmbh/Arnold und Gladisch Architekten (2, Simulation)

Hellersdorf. Für das erstes Typenhaus der Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft wurde am Montag, 19. November, der Richtkranz hochgezogen: Das Gebäude an der Schkeuditzer Straße 28-36 steht nun im Rohbau. In dem aus vorgefertigten Modulen errichteten Haus entstehen insgesamt 165 Ein-bis Vierzimmerwohnungen, alle mit Balkon oder Terrasse. Die Hälfte davon ist gefördert, 57 Wohnungen sind barrierefrei. Der Bau wird bis zum Frühjahr 2020 fertiggestellt. Das Gebäude ist ein Prototyp. Die Stadt und Land hat damit das Thema der Standardisierung des Wohnungsbaus aufgenommen – angesichts der Wohnungsknappheit ein dringendes Erfordernis, um zügig Wohnraum in großer Zahl zu schaffen. Die landeseigene Gesellschaft hat 2.390 Wohnungen im Bau, für weitere 661 Wohnungen ist ein Baubeginn 2019 geplant. Standort vieler Projekte ist Marzahn-Hellersdorf: Dazu zählen zum Beispiel 308 Wohnungen in der Louis-Lewin-Straße, die 2020 bezugsfertig sein sollen. In der Albert-Kunz-Straße/Louis-Lewin-Straße sind 284 Wohnungen geplant, sie sollen 2021 fertiggestellt sein. Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) hob während des Richtfestes hervor, dass modulares Bauen nicht nur die zügige Realisierung einer großen Anzahl von Wohnungen ermögliche, sondern auch dazu beitrage, die Kosten im Wohnungsneubau zu dämpfen. „Beides ist angesichts des aktuellen Wohnungsbedarfs in Berlin von essentieller Bedeutung.“ Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) sagte: „Wir freuen uns, dass dieses beispielhafte Projekt in unserem Bezirk entsteht. Marzahn-Hellersdorf ist seit über 40 Jahren Standort von Wohnensembles in modularer Bauweise. Die Altbestände wurden umfassend und sorgfältig saniert, das Wohnumfeld optimal aufgewertet. Ich wünsche mir, dass Singles und Familien schon bald einziehen und hier ein Zuhause finden.“ Stadt und Land-Geschäftsführer Ingo Malter erklärte, dass der Neubau mit dem von der Gesellschaft entwickelten Typenbau neue Dynamik entfalten könne. Die städtische Gesellschaft wolle das serielle Bauen an verschiedenen Standorten realisieren.

 

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