Mitte November 2019 soll die Lücke geschlossen sein

Radweg vor dem Zentralfriedhof

02.09.2019, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Lichtenberg. Ab Montag, 2. September, wird auf dem Platz vor dem Eingang zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde gebaut. Wie das Bezirksamt mitteilt, soll ein beiderseitiger und jeweils 75 Meter langer Radweg entstehen. Er wird die Lücke schließen zwischen dem Fuß- und Radweg westlich des Friedhofs zur Allee der Kosmonauten und dem Weg Richtung Osten zur Rhinstraße. Bis Mitte November sollen die dafür wesentlichen Arbeiten planmäßig beendet sein. Die Kosten für die 75 Meter betragen 139.000 Euro. Während der Bauarbeiten werden die Zuwegungen und Zufahrten zur Kleingartenanlage „Alwin Bielefeldt“ und zum Friedhof weiterhin gewährleistet sein, heißt es.

„Nach Abschluss der etwa zweijährigen Bauphase der Berliner Wasserbetriebe kann der Bezirk nun endlich mit den Bauarbeiten für das letzte Teilstück der übergeordneten Radwegverbindung beginnen“, erklärt Umwelt- und Verkehrsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU).

Rondell könnte Struktur bringen

Spannend wird sein, welche Vorfahrtsregelung es künftig auf dem ansonsten holprigen, großen Friedhofsvorplatz geben wird. Die Rüdigerstraße und die Gudrunstraße, mittlerweile beide asphaltiert münden auf dem etwas chaotisch wirkenden Platz mit dem Vorwendepflaster. Es gibt keine Fahrbahnmarkierungen. Motorisierte Friedhofsbesucher suchen sich einen Parkplatz, möglichst direkt vor dem Eingang. Auch Markierungen für Parkplätze sind bislang nicht vorhanden. Später werden Fahrzeuge und Fußgänger wohl den Radweg kreuzen müssen. Ein mittiges Rondell könnte dem Platz eventuell mehr Struktur verleihen. Und Fußgängern mehr Sicherheit beim Überqueren des Platzes bieten. Doch davon ist keine Rede. Wenn der Radweg erstmal fertig ist, sind Änderungen nicht mehr so leicht.

Radweg Siegfriedstraße wieder vertagt

Radwege auf der Siegfriedstraße, im Abschnitt zwischen Bornitz- und Rüdigerstraße, normal oder “Protected Bike Lane” lassen indes weiter auf sich warten. Seit März 2018 wird in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg und ihren Ausschüssen darüber diskutiert. Das Thema wurde vertagt, wieder diskutiert und wieder vertagt. Letztmalig von der BVV-Sitzung am 22. August. Nun werden die Radwege auf der Sondersitzung am 12. September in der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR), Alt-Friedrichsfelde 60, zur Sprache kommen. Motorisierte Anwohner fürchten um ihre Parkplätze vor der Haustür. Radfahrer fürchten um ihr Leben zwischen Straßenbahn und parkenden Autos. Parken oder Leben: Ein Kompromiss wird noch gesucht.

Schon mehrfach haben Radfahrer für sichere Radwege in Lichtenberg demonstriert LiMa+ berichtete.


Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden