Planungen für Mensa-Anbau gestartet

06.06.2018, Birgitt Eltzel

Hellersdorf. Die Planungen für einen Mensa-Anbau der aus allen Nähten platzenden Kolibri-Grundschule an der Schönewalder Straße 9 sind gestartet, teilte die für Facility Management (FM) zuständige Stadträtin Juliane Witt (Die Linke) am Mittwoch, 6. Juni mit. Obwohl die in die Investitionsplanung 2018-2022 aufgenommene Baumaßnahme durch die Senatsverwaltung für Finanzen noch nicht bestätigt ist, seien die Bauleute im Team der Serviceeinheit FM schon vorab tätig geworden: „Für uns hat diese Baumaßnahme höchste Priorität“, so Witt. Die Vorbereitungen zum Bauvorhaben seien im Vorgriff auf die von allen Seiten erwartete Bewilligung bereits eingeleitet. „Das Architektenauswahlverfahren wurde bereits abgeschlossen. Der Vertrag zur Planung wurde erteilt. Somit können die notwendigen Planungsschritte wie Entwurf, Baugenehmigung und Ausführungsplanung unverzüglich umgesetzt werden.“ Schulstadtrat Gordon Lemm (SPD) hatte am vergangenen Donnerstag, 31. Mai, die Bezirksverordnetenversammlung davon unterrichtet, dass bei Zustimmung des Senats frühestens Ende Februar 2019 mit einer Baugenehmigung zu rechnen sei. Ziel sei die Baufertigstellung im Juli 2020.

Sowohl der Bezirkselternausschuss als auch die Schule haben seit Monaten auf die dramatische Lage an der größten Hellersdorfer Grundschule aufmerksam gemacht. Am Standort haben sich die Schülerzahlen innerhalb weniger Jahre verdoppelt, derzeit lernen dort mehr als 700 Schüler. Mit dem Schuljahr 2018/19 sollen sechs neue erste Klassen eröffnen, rund 130 Schulanmeldungen liegen vor. Bereits jetzt müssen in der ehemals als Schule für Lernbehinderte errichteten Einrichtung verschiedene anders konzipierte Räume als Klassenzimmer genutzt werden, weitere Schüler lernen in Räumen der benachbarten privaten Sabine-Ball-Schule. Die Anzahl der Toiletten reicht für die konzipierte Schülerzahl nicht aus. Auch eine der beiden Turnhallen der Schule ist wegen ihres maroden Fußbodens gesperrt, der Schulhof ebenfalls nicht in gutem Zustand.

Konzipiert war die Schule 3-zügig für knapp 500 Kinder, mit dem neuen Schuljahr wird sie laut Lemm 5,1-zügig sein. Die Mensa war einst für knapp 200 Kinder ausgelegt, nun werden dort aber ca. 650 Kinder mit Essen versorgt. In einer Online-Petition haben Eltern der Kolibri-Grundschüler Anfang Mai den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) um Hilfe gebeten. Den Umbau der Mensa wollte der Bezirk schon in diesem Jahr mit rund 750.000 Euro aus Mitteln des baulichen Unterhalts realisieren. Das hatte der Senat abgelehnt.

 

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