Plakatkampagne zum 40. Bezirksjubiläum

Made in Marzahn-Hellersdorf

26.04.2019, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Marzahn. Wussten Sie schon, dass gefragte Designerbrillen, leckere Smoothies und  innovative, langlebige Sicherheitsspeichermedien aus Marzahn-Hellersdorf kommen? Solche und andere Produkte werden ab 1. Mai auf Großpostern im Bezirk zu sehen sein. Das Motto der neuesten Plakatkampagne der bezirklichen Wirtschaftsförderung lautet „Made in Marzahn-Hellersdorf“. Dabei werden zunächst sechs Firmen vorgestellt. Deren Produkte stehen im Mittelpunkt der Poster. Jedes einzelne Plakat hat ein passendes Verb (mit Ausrufezeichen) als Überschrift, darunter stehen die jeweilige Firma sowie die Logos „Made in Marzahn-Hellersdorf“ und „40 Jahre Marzahn-Hellersdorf“. Denn die Kampagne, die im Rahmen des am 1. Januar gestarteten Regionalbudgets realisiert wurde, soll ein Beitrag zu den Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr sein. Marzahn war bekanntlich als eigenständiger Bezirk am 5. Januar 1979 gegründet worden. Das soll über das ganze Jahr 2019 mit verschiedenen Aktivitäten gefeiert werden. Auf der extra dafür eingerichteten Internetseite www.mahe40.berlin findet man Beiträge aller Art dazu, ab nächster Woche auch die Motive und weitere Informationen der Plakatkampagne, die mit Hilfe der ortsansässigen Werbeagentur Weinert & Partner realisiert wurde. Insgesamt 25.000 Euro aus Mitteln des Bundes und des Landes im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe (GRW) „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ wurden dafür verwandt.

Auch Vattenfall ist dabei

Die Kampagne wurde am Donnerstag, 25. April, im Besucherzentrum von Vattenfall an der Rhinstraße 70 von Marzahn-Hellersdorfs Wirtschaftsstadträtin Nadja Zivkovic (CDU) und Dr. Oleg Peters, Projektleiter Regionalbudget, vorgestellt. Der Ort war nicht zufällig gewählt. Denn Vattenfall hatte bereits 1972 das damalige Heizkraftwerk Lichtenberg am Standort errichtet und baut jetzt dort ein rund 500 Millionen Euro teures, modernes Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk. Wie Sprecher Olaf Weidner mitteilte, sollen die Bauarbeiten Ende des Jahres abgeschlossen werden. 2020 beginnt dann der Probebetrieb für die Inbetriebnahme. Unter dem Stichwort „Wärmt!“ ist Vattenfall unter den ersten sechs Motiven der Kampagne vertreten. Zusätzlich wurden auch Plakate mit dem Wolkenhain („Schaut!“) sowie ein Motiv für das Regionalmanagement mit dem Umland (eine Radmanufaktur aus dem Landkreis Märkisch-Oderland) entworfen. Bei letzterer heißt es übrigens: „Bewegt!“

Plakate sollen neugierig machen

Die Plakate sollen sowohl die Gäste des Bezirks als auch die Einheimischen neugierig machen, sagt Stadträtin Zivkovic. Denn auch viele Marzahn-Hellersdorfer wüssten gar nicht, welche interessanten Firmen – vom Hidden Champion (unbekannte Weltmarktführer) über Traditionsunternehmen bis hin zu Startups – im Bezirk tätig seien. „Und vielleicht hilft das ja den Betrieben auch, künftige Fachkräfte unter den jungen Leuten hier zu gewinnen“, sagt Zivkovic. Insgesamt gibt es in Marzahn-Hellersdorf rund 21.000 Firmen, davon sind allerdings etwa 90 Prozent Klein- und Kleinstunternehmen. Oleg Peters verwies darauf, dass es 1999 im Altbezirk Marzahn (2001 erst fand die Bezirksfusion zwischen dem 1986 ausgegründeten Hellersdorf und Marzahn statt) bereits eine ähnliche Kampagne gegeben hat. Unter „Made in Marzahn“ waren seinerzeit aber statt Produkte die Gesichter von Unternehmern zu sehen. Damals hatte der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis (MHWK) die Kampagne initiiert. Diesmal ist er bei der Aktion nicht dabei. Die porträtierten Firmen arbeiten allerdings größtenteils in der Unternehmervereinigung mit.

An 53 Standorten im Bezirk

Die Plakate mit den ersten sechs Motiven werden ab 1. Mai zwei Wochen lang an 53 Standorten im Bezirk innerhalb des City-Light-Poster-Netzes gezeigt, vor allem an gut frequentierten Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs. Außerdem werden drei Motive an 15 Standorten im Landkreis Märkisch-Oderland präsentiert. Nochmals sollen die Großplakate dann im September zu sehen sein. Laut Oleg Peters könnten auch interessierte Firmen zur Nachnutzung für eigene Werbekampagnen im gleichen Stil nachfragen: „Das Know How ist ja bei uns vorhanden.“ Auch die Wirtschaftsförderung Marzahn-Hellersdorf denkt an eine zusätzliche Nutzung, wie deren Leiterin Kathrin Rüdiger bekannte. Nach ihren Worten sollen die Motive auch auf Fahnen am Blumberger Damm nahe dem Eingang zu den „Gärten der Welt“ und eventuell ebenfalls auf Printmedien zu betrachten sein.

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