Die ungewöhnlich lange Trockenheit macht dem Grün zu schaffen

Pflanzen und Bäume brauchen Wasser!

09.08.2018, Birgitt Eltzel & Marcel Gäding

Fotos: Volkmar Eltzel (1-7), Birgitt Eltzel (8-12). Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Lichtenberg. Die lang anhaltende Sommerhitze stellt für die Straßenbäume im Bezirk ein großes Problem dar. Vor allem die jungen Gewächse verdursten regelrecht, weil ihre Wurzeln noch nicht tief genug ins Erdreich gelangen. Nun sollen die Lichtenberger helfen, das Schlimmste zu verhindern. Die zu erwartenden Regenfälle (wetteronline.de/wetter/berlin) werden aller Voraussicht nach nicht ausreichen, teilten Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und Umweltstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) mit. „Unsere Ämter arbeiten täglich daran, den Bedarf der Grünflächen an Wasser zu stillen, doch in Anbetracht der Trockenheit werden Schäden unvermeidbar sein“, sagt Wilfried Nünthel. „Einige Eimer Wasser in der Woche können da schon viel ausmachen. Wichtig ist es vor allem die jungen Bäume zu wässern! Bitte unterstützen Sie uns.“

Lichtenberger zum Gießen aufgerufen

Lichtenberg verfügt über einen öffentlichen Baumbestand von 70.589 Bäumen, 31.664 Bäume stehen direkt an Straßen. Nun setzt die Verwaltung darauf, dass viele Bewohner des Bezirks dem Aufruf folgen und Bäume vor ihrer Haustür mit Wasser versorgen. Oft sei dies bereits der Fall, wie Bezirksbürgermeister Grunst berichtet: „Die Feuerwehr, die Polizei, die Straßen- und Grünflächenämter und die Bürgerinnen und Bürger arbeiten Hand in Hand daran, die Schäden, die die Trockenheit an der Vegetation hinterlassen kann, zu minimieren.“ Er hoffe, ganz Lichtenberg leiste seinen Beitrag und gießt. Unterstützung sei auch bei Bäumen erforderlich, die sich an ungünstigen Standorten befinden. Dazu gehören Hanglagen und stark verdichtete Böden. „Hier empfiehlt sich langsames und häufigeres Gießen“, lautet die Empfehlung der Experten. Häufig werde der tatsächliche Wasserbedarf der Pflanzen unterschätzt und es komme zu einer langfristigen Schädigung und somit zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Schadorganismen, unter anderem Borkenkäfern, teilte das Lichtenberger Grünflächenamt mit.

Marzahn-Hellersdorf will Wasser für Bäume ohne Bürgeraufruf

Marzahn-Hellersdorfs Grün-Stadtrat Johannes Martin (CDU) hält wenig von Aufrufen an die Bürger, die Straßenbäume zu wässern. Das sei eine Aufgabe des Grünflächenamtes. „Welcher Eindruck soll denn damit vermittelt werden?“ Dennoch freut er sich über jeden, der freiwillig mithilft, dem städtischen Grün Wasser zu spenden. Auch in Marzahn-Hellersdorf haben Bürger Bäume und Baumscheiben in diesen Hitzetagen unter ihre Fittiche genommen, sprengen mit Gartenschläuchen die Pflanzen auch außerhalb ihrer Gärten oder schleppen Gießkannen zu Straßenbäumen vor ihren Häusern. Firmen helfen ebenfalls mit, erzählt Stadtrat Martin. Darunter sei beispielsweise die BSR, die 100 Straßenbäume wässere. Auch Grünflächen im Kienbergpark wie der „Märkische Garten“ oder die „Kienbergterrassen“ werden regelmäßig mit Wasser versorgt. Die Pflege obliegt den Mitarbeitern der Grün Berlin GmbH, die den Park verwaltet.

 

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