Zündet man ein geplantes Feuerwerk, wenn ringsherum Feuer ist?

OmG! Es brennt! Egal und weiter so?

31.12.2019, Volkmar Eltzel

Montage: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Australien brennt! Schon seit Oktober. Das sind nicht die “üblichen”, jährlichen Feuer. Es wird schlimmer! Nicht irgendwann. Jetzt! Bei Temperaturen über 40 Grad und Trockenheit wüten regelrechte Feuerstürme. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht vor den Buschfeuern. Wer kann, rettet sich an Strände oder ins Wasser. Auch tausende Urlauber sind von Flammen eingeschlossen. Feuerwehrleute und viele Bewohner sind bereits gestorben. Augenzeugen berichten, dass aus den betroffenen riesigen Flächen kaum mehr Tiere flüchten. Sie haben einfach keine Chance zu entkommen. Die Folgen für die einzigartige Fauna und Flora sind furchtbar.

Lass krachen!

Trotzdem feierten Tausende in Sidney mit dem größten Feuerwerk der Welt den Beginn des neuen Jahres. Ein Tanz auf dem Vulkan. Die Bilder sind unfassbar! Lernt die Menschheit wirklich nicht? Australien ist überall!

Es brennt rund um den Globus. Über 16 Millionen Feuer in der Natur wurden 2019 registriert. Im Kongo waren es rund 110.000 Feuer, in Angola 135.000. In Sambia erkannten Satelliten rund 73.000 Brände, in Tansania mehr als 24.000 und in Mosambik knapp 40.000 Brandherde. Große Flächen im brasilianischen Regenwald gingen in Flammen auf.

Feuer in der Taiga so groß wie nie

Erschreckend sind die Brände in der sibirischen Taiga auf mehr als 130.000 Quadratkilometern. Das entspricht etwa der Fläche Griechenlands. Auch in der Arktis gab es 2019 so heftige Feuer wie seit langem nicht mehr. Gewaltige Feuer tobten in Alaska und in der kanadischen Provinz Britisch Columbia…

Die Ressourcen sind begrenzt

Es steht nicht gut um den Planeten. Der Ausstoß von Gasen, die das Klima aufheizen, steigt von Jahr zu Jahr. Die Zusammensetzung der Atmosphären-Schichten ändert sich. Es gibt viele vergleichsweise wohlhabende Menschen und vor allem Unternehmen, die nicht wahrhaben wollen, dass sie selbst Mit-Verursacher des Schlamassels sind. Denn sonst würden sie unweigerlich zu einer bitteren Erkenntnis gelangen: Sie müssen sich selbst bescheiden und einschränken. Die an Ressourcen begrenzte Erde verträgt das System nicht länger, das maßloses Wachstum zur Grundlage seiner Existenz gemacht hat.

“Ich? Nein Du!” – “Nein Du!”

Die Menschheit vermag es bisher nicht, der Katastrophe Einhalt zu gebieten. Im Gegenteil: Der Zug ins Verderben nimmt sogar noch Fahrt auf. Trotz aller Klimakonferenzen, auf denen nur geschwafelt statt gehandelt wird. Keiner will sich einschränken, niemand will bezahlen. Dabei gibt es Technologien, um die Umweltverschmutzung zumindest einzudämmen. Doch noch will man so viel Geld nicht investieren.

Das Klima ist träge. Was jetzt passiert, sind die Auswirkungen der 60er, 70er und 80er Jahre. Was unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln bevorsteht, macht Angst. Nicht mehr lange und es ist zu spät.

Na dann: Auf ins neue Jahrzehnt!


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