Die Lücke für die Radler am Zentralfriedhof ist geschlossen

Schöner strampeln auf Asphalt

09.01.2020, Linna Schererz

Fotos: Linna Schererz

Lichtenberg. Bereits seit einigen Wochen können Radfahrer nun komfortabler den Vorplatz am Haupteingang zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde queren. Denn mitten durch das holprige Pflasterstein-Areal zieht sich nun ein bequemer, asphaltierter Radweg. Die 75 Meter lange Strecke schließt eine Lücke zwischen dem Fuß- und Radweg westlich des Friedhofs zur Allee der Kosmonauten und dem Weg Richtung Osten zur Rhinstraße, LiMa+ berichtete. Vorher bereits waren die Rüdigerstraße im Zuge der angrenzenden Neubebauung sowie die Gudrunstraße asphaltiert worden.

Vorplatz behielt Holperpflaster

Lediglich der Friedhofsvorplatz behielt sein Holperpflaster, das teilweise nur notdürftig geflickt ist. An seinem Rand weist ein Verkehrsschild „Achtung, Straßenschäden“ aus. Warum der Platz nicht ebenfalls mit der Errichtung des Radweges auf Vordermann gebracht wurde, erschließt sich dem Betrachter nur, wenn er berücksichtigt, dass viele Tief- und Straßenbauarbeiten aus unterschiedlichen Töpfen finanziert werden. Auf dem Vorplatz parken viele Friedhofsbesucher bei Beerdigungen und Grabpflege. Er ist aber auch Treffpunkt für die Teilnehmer an der alljährlichen Gedenkdemonstration für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die Führer der KPD waren 1919 ermordet worden und sind auf dem Friedhof der Sozialisten, einem Teil des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde, beigesetzt. In diesem Jahr findet die LL-Demo am Sonntag, 12. Januar, statt.

Keine Markierungen

139.000 Euro hat der Bezirk für den 75 Meter langen Lückenschluss im Radwegenetz aufgebracht. Allerdings gibt es keinerlei Markierungen auf der kurzen Strecke. Die Verkehrsregelungen auf dem Platz, in den Gudrun- und die Rüdigerstraße einmünden, blieben die alten – alle Verkehrsteilnehmer müssen halt aufpassen. Denn der asphaltierte Weg mitten auf dem Friedhofs-Vorplatz kann auch von Kfz aller Art gekreuzt und befahren werden.

Verbesserung der Radwegeinfrastruktur

Insgesamt 31 Maßnahmen zur Verbesserung der Radwegeinfrastruktur hat der Bezirk Lichtenberg nach eigenen Angaben im Jahr 2019 realisiert bzw. begonnen zu planen. Realisiert werden soll auch ein lange umstrittener geschützter Radweg in der Siegfriedstraße, für dessen Bau die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im September mehrheitlich votierte.

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