Buntes Menschgewimmel in der Konrad-Wolf-Straße

Neue Grundschule eingeweiht

13.08.2019, Klaus Tessmann

Fotos: Klaus Tessmann. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Alt-Hohenschönhausen. So einen bunten Auflauf von vielen freudigen Menschen hat der Ortsteil lange nicht mehr erlebt. Festlich gekleidete Menschen – alle voran die Kinder – gefolgt von Eltern und Verwandten, strömten am Sonnabend, 10. August, über die Konrad-Wolf-Straße. Ihr Ziel war die neue Hausnummer 11. Auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) wollte sich vom Erfolg des Bauprogramms überzeugen. Denn zwischen der Suermondtstraße und der Konrad-Wolf-Straße wurde in Rekordzeit eine neue Grundschule gebaut.

Holz-Schlüssel für Schule aus Holz

Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) hatte einen großen Holzschlüssel mitgebracht, den er gemeinsam mit der Senatorin an den Schulleiter Guido Richter übergab. „Zu einem Holzbau gehört auch ein Schlüssel aus Holz“, kommentierte der Bürgermeister. Er hatte sich auf einem Rundgang die Räume angesehen. Besonders freute er sich über die gut eingerichteten Küchen im Lernkabinett. „Ich werde Euch wieder besuchen“, sagte Michael Grunst. „Dann werden wir gemeinsam kochen.“ Er verriet schon einmal, dass eine Kartoffelsuppe zu seinen Lieblingsgerichten gehört.

Kinderlärm statt Vogelgezwitscher

Schulstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) verwies auf die Geschwindigkeit, mit der diese Schule gebaut wurde. Nur acht Monate Bauzeit – das sei gar nicht typisch für Berlin. Aber der Bezirk hatte auch Glück: „Das Gelände gehört dem Bezirk, weil dort schon einmal eine Polytechnische Oberschule gestanden hat“, sagte der Bezirksstadtrat. Rund zwei Jahrzehnte war es eine Brachfläche, die sich mit der Zeit zur „grünen Oase“ entwickelt hatte. „Es gibt schon die ersten Klagen von Nachbarn in der Suermondtstraße und der Degnerstraße“, erklärte Wilfried Nünthel. Sie hätten sich in den letzten Jahren daran gewöhnt, vom Gezwitscher der Vögel geweckt zu werden. „Aber wir leben in einer Großstadt.“ Die Anlieger müssten sich jetzt also an den Kinderlärm einer Schule gewöhnen. So sei eben das Leben.

Zunächst 75 – später 432 Schüler

Pünktlich zur Einschulung der ersten Klassen ist die Grundschule fertig geworden. In nur acht Monaten wurde das Gebäude auf der Brachfläche gebaut (LiMa+ berichtete hier und hier). Drei erste Klassen mit insgesamt zunächst 75 Kindern werden dort unterrichtet. Die Schule soll wachsen. Stufenweise wird der Schulbetrieb bis zur sechsten Jahrgangsstufe als dreizügige Grundschule hochgefahren. Insgesamt ist Platz für 432 Schülerinnen und Schüler.

Neue Raumkonzeption

Das Gebäude ist in moderner Holzbauweise errichtet worden. Zur Schule gehört eine teilbare Sporthalle samt Außenanlagen. Auch die Raumkonzeption der Schule setzt neue Maßstäbe. Die Mensa und der Mehrzweckraum wurden in einer Einheit geplant und bieten der zukünftigen Schulgemeinschaft eine attraktive Versammlungsmöglichkeit. Mit dem Elterncafé ist ein neuer Treffpunkt entstanden. Noch ist die Schule nicht ganz komplett. Die Turnhalle soll zum Jahresende betriebsbereit sein. Auch der Schulhof muss bei laufendem Schulbetrieb noch gestaltet werden.

Nach der neuen Schule in Mahlsdorf im benachbarten Bezirk Marzahn-Hellersdorf (LiMa+ berichtete) ist dies die zweite Schule in Schnellbauweise, die im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive eröffnet wurde. Weitere Schulen, demnächst zum Beispiel in der Sewanstraße, werden folgen, um die dringend benötigten Grundschulplätze zu schaffen.


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