Die neue Halle ist größer und moderner als die alte, abgebrannte

Nach Brand neue Sporthalle eröffnet

22.02.2019, Volkmar Eltzel

Fotos: Bezirksamt Lichtenberg (1-3), Volkmar Eltzel (4-6). Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Karlshorst. Das Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium am Römerweg hat seit Mittwoch, 20. Februar, endlich wieder eine eigene Sporthalle. Nach den Reden, sportlichen Darbietungen und den musikalischen Auftritten des schuleigenen Bläserensembles sowie des Chores wurde die neu erbaute Halle feierlich an den Schulleiter Ulf Gosse übergeben.

Kosten sind gestiegen

Die vom Bezirk geschätzten Gesamtkosten für die 3-Feld-Halle mit dem 1.100 Quadratmeter großen Spielfeld belaufen sich auf sechs Millionen Euro. Die finale Kostenfeststellung stehe zurzeit noch aus, heißt es in einer Pressemitteilung, da noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind. Bei einer Begehung im August 2018 war noch von fünfeinhalb Millionen Euro die Rede.

Ein Grund für die gestiegenen Kosten ist sicher in der Bauverzögerung zu suchen. Die Sporthalle wurde mit über einem Jahr Verspätung ihrer Bestimmung übergeben. Und so richtig fertig ist sie immer noch nicht. „Witterungsbedingt konnten leider noch nicht alle Außenarbeiten auf dem Gelände des Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums abgeschlossen werden“, sagt Schul- und Sportstadtrat Wilfried Nünthel (CDU). Auch Fassadenarbeiten stehen noch an. „Aber um die Schülerinnen und Schüler nicht länger warten zu lassen, hat sich das Bezirksamt entschieden, die Sporthalle schon vorher in Betrieb zu nehmen.“ Auch die Karlshorster Grundschule wird die Sporthalle mitnutzen. Bis zu den kommenden Sommerferien soll dann wirklich alles fertig sein.

Im Frühjahr 2016 wurde der Bau begonnen und sollte eigentlich 2017 abgeschlossen sein. Doch gleich zu Anfang kam es zu Unpünktlichkeiten in der Bauausführung, die sich dann durch alle Gewerke fortsetzten.

Bürgermeister Michael Grunst: Wenn schon, dann richtig

Die alte Sporthalle des musikbetonten Gymnasiums war am 3. Juli 2013 – vermutlich nach Brandstiftung – komplett abgebrannt. Seither mussten die Schülerinnen und Schüler auf Sporthallen anderer Schulen ausweichen. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke), unter anderem zuständig für Immobilien, sagt: „Das sich damals bietende Bild der abgebrannten Sporthalle war erschreckend. Lichtenberg hat alles daran gesetzt, dass die Schülerinnen und Schüler wieder eine eigene Sporthalle bekommen. Wir waren der Meinung: Wenn schon neu gebaut werden muss, dann richtig.“ Es gab einen Wettbewerb, den die Leipziger Schulz und Schulz Architekten GmbH gewonnen hat. Die Planer sind besonders stolz auf die mehrfach gewölbte Stahldach-Konstruktion, die von innen rot angestrichen ist. Im Foyer sind an den Wänden und der Decke künstlerisch alle Sportarten dargestellt.

Karlshorst hat nun eine moderne Sportanlage für den Schul- und Vereinssport. Im Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium soll noch in diesem Jahr mit der denkmalgerechten Sanierung begonnen werden. Unter anderem sind Aufzüge für die Barrierefreiheit und eine moderne Mensa geplant.

.

Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden