Modularer Ergänzungsbau an der Schule am Rosenhain übergeben

Nur ein Jahr Bauzeit für den MEB

07.11.2019, Regina Friedrich

Fotos: Regina Friedrich Zum Vergrößern bitte auf das Startbild klicken!

Hellersdorf. Am Mittwoch, 6. November, wurde an der Schule am Rosenhain an der Klingenthaler Straße ein Modularer Ergänzungsbau (MEB) mit Mensa feierlich übergeben. Diese MEB sollen die prekäre Platzsituation an Berliner Schulen etwas lindern, denn sie können wegen ihrer Bauweise besonders schnell hochgezogen werden

Nur acht Kinder je Klasse

Die Schule am Rosenhain ist eine Grundschule und eine Schule der Sekundarstufe 1 mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“. Im MEB werden Kinder mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ unterrichtet. Zwölf Klassenräume, zwei Räume für Physiotherapie und Logopädie sowie zwei Pflegeräume stehen ihnen zur Verfügung, dazu noch vier Küchen auf jeder Etage. In den Klassen lernen nur maximal acht Kinder. Die haben ihre Räume schon in Besitz genommen, seit der Unterricht dort nach den Herbstferien begann. Eigentlich sollte das Gebäude zum Schuljahresstart fertig werden, aber das hat nicht ganz geklappt, „obwohl das unser schnellster MEB war“, wie Schulstadtrat Gordon Lemm (SPD) stolz verkündete. Fünf gibt es derzeit insgesamt im Bezirk, zwei in der Bauweise wie an der Klingenthaler Straße. Er sei froh, dass es nicht „so ein typischer Klotz“ geworden sei, sondern den besonderen Bedürfnissen der Kinder angepasst werden konnte, so Lemm. Die Kosten betrugen 5,8 Millionen Euro, die Bauzeit ein Jahr.  

Geschenk für den Schulgarten

Neben Vertreterinnen und Vertretern des Bezirksamtes und der zuständigen Senatsverwaltung war auch Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) gekommen. Sie brachte ein Geschenk für den Schulgarten mit – ein Vogelhäuschen. Aber nicht irgendeines, sondern ein Präsent aus der Partnerstadt Lauingen in der Form des „Schimmelturms“, einem Wahrzeichen der Stadt. Vielleicht würden die Kinder, wenn sie mal größer wären, die Stadt besuchen, meinte Dagmar Pohle und fügte hinzu: „Aber vorher die Vögel fleißig füttern!“

Schulleiterin Katrin Junghänel zeigte sich „glücklich, hier in dem Gebäude zu sein.“ Es habe keine langen Überlegungen gegeben, sich der Herausforderung zu stellen und es anzupacken, sagte sie und dankte allen Beteiligten für die große Hilfe und Unterstützung, besonders der Schule am Mummelsoll und der Schule am Pappelhof. Großen Einsatz zeigten auch das Kollegium, die Eltern und viele andere Akteure.

Whiteboards und Puzzlematten

Die Kinder bedankten sich mit einem bunten Liederprogramm, für das sie herzlichen Beifall bekamen. Für sie ging es zurück in den Unterricht, die Gäste machten sich auf zu einem Rundgang durch das neue Gebäude. Mancher Raum war noch etwas spärlich eingerichtet, es fehlten beispielsweise im Therapieraum noch Schränke, Sprossenwände, Bälle oder Gymnastikstäbe. Vielleicht finden sich ja dafür noch Sponsoren. In den hellen Klassenräumen gibt es überall kleine Ecken mit Teppich, Büchern und Spielen, in die sich die Kinder zurückziehen können. Kreidetafeln wird man nirgends finden, die Kinder lernen mit modernen Whiteboards. Aber es gibt ebenso Altbewährtes wie Puzzlematten, mit denen das Buchstabieren oder das Einmaleins geübt werden kann. In den Küchen treffen sich die Kinder zu Frühstück und Vesper, dafür gehen sie gemeinsam einkaufen. Und weil jeder an der Vorbereitung beteiligt ist, sind die Schränke mit Bildern und Piktogrammen versehen, die zeigen, wo die Messer liegen und die Schüsseln stehen.

„Bin glücklich, dass mein Kind hier lernen kann“

Nicht nur bei den Kindern kommt dieser Neubau gut an. „Klasse!“ war die einhellige Meinung des Kollegiums, erzählt  Katrin Junghänel. Und auch von den Eltern hat sie ein positives Feedback bekommen. Großes Lob einer Mutter: „Ich bin glücklich, dass mein Kind hier lernen kann.“

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