Polizei will mit Bürgern ins Gespräch kommen und Vertrauen fördern

Mobile Polizeiwachen vor Ort

16.07.2018, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel (1-2), BA Lichtenberg (3-4). Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Lichtenberg / Marzahn-Hellersorf. Die Berliner Polizei zeigt Präsenz – für mehr Bürgernähe und mehr Sicherheit. Schon seit Ende Juni gibt es dafür berlinweit fünf Mobile Polizeiwachen. Eine davon ist von der Polizeidirektion 6, zuständig für die Verwaltungsbezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick. Die Einsatzfahrzeuge der Polizei wurden für diese Zwecke besonders ausgestattet mit allem, was für ein mobiles Büro so nötig ist: Vernetzte Computer, Drucker, Funk- und Telefontechnik sind nur einige Dinge, die zur Ausrüstung gehören. Kostenpunkt je Fahrzeug über 100.000 Euro.

In der Woche vom 9. bis zum 15. Juli war die Wache mit über zehn Polizistinnen und Polizisten unter anderem schon am Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg und am Eastgate in Marzahn im Einsatz. „Wir wollen uns mit der Mobilen Wache nicht unbedingt an Brennpunkten positionieren“, sagt Carsten Lange, Leiter Prävention und Koordinator für interkulturelle Aufgaben bei der Direktion 6. Vielmehr sei es die Absicht, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, sich kleine oder große Kümmernisse und Sorgen anzuhören sowie Hinweise und Tipps zu geben. Wo es geht, helfen die Beamten selbst oder leiten entsprechende Informationen an zuständige Stellen weiter.

Gesamtes Leistungsportfolio in der Mobilen Wache

„Natürlich können in den Fahrzeugen der Mobilen Wache auch Anzeigen aufgenommen sowie KFZ- und Personenabfragen aus dem Polizeispeicher gestartet werden“, erklärt Carsten Lange. Das gesamte Leistungsportfolio sei aufrufbar. Mit der neuen Präsenz sollen Berührungsängste zur Polizei ab- und Vertrauen aufgebaut werden. „Unser Ziel ist es, mit der Mobilen Polizeiwache kontinuierlich an Orten und Plätzen aufzutauchen“, erklärt der Präventionsleiter. Es sei auch für die Polizei immer besser, Straftaten zu verhindern, als sie zu verfolgen.

Am Montag, 9. Juli, besuchte Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Linke) die Mobile Wache am Anton-Saefkow-Platz. „Ich begrüße den Einsatz der Mobilen Wachen in Lichtenberg ausdrücklich und bin den Einsatzkräften für diese Bürgernähe dankbar“, sagte er.

Verstärkte Streifentätigkeit

Polizeidirektor Dirk Würger, Dienststellenleiter des Abschnitts 64 und zuständig für den südlichen Teil des Bezirkes Lichtenberg, erklärt, dass durch eine verstärkte Streifentätigkeit die Polizeipräsenz sichtbarer gemacht werden soll. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mobile Wache werden aktuell in der Zeit von 14 bis 18 Uhr an sechs Tagen in der Woche im Wechsel an verschiedenen Orten in der Direktion 6 erreich- und ansprechbar sein“, so der Polizeidirektor.

Noch gab es weder Anzeigen noch große Vorfälle, bei denen die Polizei eingreifen musste. Viele Anwohner und Passanten haben sich bei den Polizeibeamten aber schon erkundigt, was es denn auf sich hat mit der Mobilen Wache. Besonders neugierige Kinder fragten nach, ob sie sich mal ein Polizeiauto von innen anschauen dürfen. – Natürlich durften sie.

 

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