Drinnen + draußen

Mit Maske kontaktlos zahlen

24.05.2020, Birgitt Eltzel

Foto: Birgitt Eltzel

Es hat sich ja einiges geändert. In die Supermärkte und in alle anderen Geschäfte kommt man nur noch mit Mund-Nasenschutz (MNS). Ich bin dafür, denn mir leuchtet die Erklärung ein: Wenn ich eine solche Bedeckung (kann auch ein Schal oder ein Tuch sein) trage, schütze ich andere. Dadurch, dass diese ebenfalls so etwas tragen, bin ich auch besser geschützt. Jedenfalls vor Tröpfchen, die wir beim Husten, Niesen oder Sprechen verbreiten und in denen das Coronavirus versteckt sein könnte. Gerade wenn wir den Mindestabstand von 1,50 bis 2 Meter nicht einhalten können – wie in Bussen und Bahnen und eben beim Einkauf. Die Maskenpflicht dort erscheint also sinnvoll. Soweit man jetzt jedenfalls weiß. Schließlich ist das Virus noch nicht lange bekannt und alle, auch die Wissenschaftler, lernen täglich dazu.

Das Tragen muss man üben

Inzwischen haben sich die meisten Leute an die Mund-Nasen-Bedeckung gewöhnt. Auch wenn immer noch einige klagen, dass sie die nicht gut vertragen. Damit nicht richtig atmen können beispielsweise. Und dass Brillen beschlagen. Naja, auch MNS-Tragen kann man üben. Erfahrung: Flacher atmen hilft. Und bei der Brille macht es der Sitz: Unbedingt fest auf den oberen Rand der Maske setzen, nicht teilweise unter der Maske verstecken. Dann klappt es sogar mit Gleitsichtbrille wie bei mir.

Bazillenschleudern? Bei manchen schon

Manchmal wird auch behauptet, dass MSN regelrechte Bazillenschleudern seien. Und deshalb schaden. Nach etlichen Beobachtungen im Alltag kann ich mir das schon vorstellen. Zumindest bei jenen, die die Dinger achtlos in die Hosentasche stecken oder im Auto rumliegen lassen – und einfache chirurgische Masken (zum Einmal-Gebrauch) 10- oder 20-Mal benutzen. Oder Stoffmasken so lange tragen, dass diese schon ein wenig speckig aussehen. Damit fängt man sich dann vielleicht keinen Virus ein, aber möglicherweise eklige Bakterien oder Pilze. Zur Hygiene gehört eben auch, die Einmal-Masken nur einmal verwenden (was ziemlich teuer kommt) oder Stoff-MNS zu nehmen. Letztere können zur Sterilisation gewaschen, gebügelt oder auch im Herd bei 80 Grad Celsius behandelt werden.

Einfallsreich und lustig

Um immer eine frische Stoffmaske zur Hand zu haben, habe ich fünf erstanden: zu zwei gepunkteten kamen noch zwei mit verschiedenen Smileys dazu und eine mit bunten Schmetterlingen. Kürzlich habe ich im Fernsehen eine Frau gesehen, die trug eine mit Kussmund. Zog sie die ein wenig auseinander, war ein herzliches Lachen zu sehen. So eine will ich auch noch. Wenn schon Masken, dann wenigstens einfallsreiche und lustige!

Den PIN muss man häufig doch eingeben

Was mich aber wirklich ärgert beim Einkauf in Corona-Zeiten, ist die Forderung nach Bezahlen mit Geldkarte wie bei bei unserem Lidl. Weil das sauberer und hygienischer sei als die Bargeld-Abgabe. Kontaktloses Bezahlen heißt die Losung, die in Schildern an der Kasse angepriesen wird. Ich bin regelmäßig sauer, wenn ich meine Geldkarte auf das Lesegerät lege oder daran halte. Das nimmt die Infos auch an. Um dann doch die Eingabe des PINs zu fordern, weil die Summe 25 Euro (bald 50, siehe hier) übersteigt. Die Tasten hat natürlich kein Mensch vorher abgewischt, kein Desinfektionsmittel steht bereit. Jeder Kunde hinterlässt dort seine Spuren. Hygienischer als mit Scheinen und Münzen ist es nur für die Kassiererinnen und Kassierer. Und es geht rascher. Zeit ist Geld für den Handel, der seinen Mitarbeitern damit noch mehr Schnelligkeit abverlangt.

Vielleicht doch lieber das Handy benutzen?

Dann zahlen wir eben das nächste Mal mit dem Mobilgerät, denke ich mir. Da gibt es ja Möglichkeiten mit verschiedenen Systemen. Blöd ist nur, dass die Abrechnung über die Kreditkarte erfolgt und das auch erst später. Da hat man manchmal schon vergessen, was man wo ausgegeben hat. Und man muss auch da einen Code eingeben – weil die Gesichtserkennung beim Maskentragen nicht funktioniert. Aber das ist in dem Fall egal: Auf meinem Handy habe schließlich immer nur ich selber herum getatscht. Und zur Not habe ich immer eine kleine Flasche Desinfektionsspray in der Tasche.

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