Gedankenbrösel. Viel ist erreichbar mit Vielfalt und Gemeinsamkeiten

(M)Eine Stimme für Europa

05.05.2019, Mike Abramovici

Fototeile: Fahne - Fotolia rustamank, Atomium - Fotolia virginievanos, Eiffelturm - Katrin Pohle, Reichstag - Jessica Eltzel, Colosseum - Birgitt Eltzel, Fernsehturm/ Fotomontage - Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Man hat nur eine Stimme, und diese sollte mit Bedacht gewählt sein – ist meine Meinung. Und wenn wir ehrlich sind, ist Europa viel mehr als einfach nur ein Kontinent. Aus meiner Sicht könnte Europa stark auftreten, wie ein eigenständiges, geeintes Land. Sicher mit vielen Facetten und mit guten Eigenschaften. Da gibt es die Mode und den guten Geschmack der Franzosen, den fantastischen Wein der Italiener, die erste Demokratie von den Griechen, das Temperament und den Stolz der Spanier, den Fleiß und die Ordnung der Deutschen (ja, ja), Sonne, Wein und Oliven der Portugiesen, die gute Butter Irlands, die Kultur der Letten, das erfrischende Klima der Nordländer und noch viel mehr. Europa ist nicht nur eine Vereinigung von Wirtschaftsinteressen. Das gute, alte Europa ist Kultur, Schönheit, Kreativität, Sympathie, Empathie und Humanität. Wenn wir alle mit einer Stimme sprechen, dann kann uns der Mann mit den orangenen Haaren hinter dem großen Teich gar nichts mehr anhaben!

Europa sollte wirklich die sozialen Belange in den Vordergrund stellen, und nicht nur die der Wirtschaft. Die europäischen Länder könnten zusammen Vorreiter bei der Rettung des Klimas sein. Und des Weltfriedens, der schon wieder in Gefahr ist. Mit unserer Vielfalt und unseren Gemeinsamkeiten können wir viel erreichen.

Mit einem Stück französischem, italienischem, holländischem oder deutschem Käse im Mund, einem Glas französischen, spanischen, griechischen oder portugiesischen Rotweines in der Hand und einem Lächeln auf den Lippen, lernt man die Vorzüge eines friedlichen und freiheitlichen Europas schnell schätzen. Die großen Probleme dieser Welt lassen sich nicht mit Kleinstaatlichkeit und Nationalismus lösen, sondern mit deren Gegenteil.

Und für alle, die es jetzt lesen sollten, ich bitte hier jeden Mitmenschen, zur Wahl zu gehen! Und macht bitte kein Kreuz bei Leuten, die Euch irgendwelchen nationalen Unfug versprechen. Ein Blick in die Geschichte zeigt es klar und deutlich. Falscher Nationalstolz hat den Kontinent mehrfach in Krieg und Elend geritten.

Lasst uns die hervorragenden Eigenschaften eines jeden Landes mit seinen Menschen bewahren und ruhig hervorheben. Aber merke: Kein Land ist besser als ein anderes Land, genau wie ein Mensch nicht besser als ein anderer Mensch ist. Wir haben alle ein Leben, wir haben alle eine Stimme. Also nutzen wir das auch! Wir lassen uns nicht von Wirtschaftsverbänden diktieren, wie wir zu leben haben, sondern sagen ihnen: Lasst uns leben und macht unseren Kontinent nicht kaputt! Die Menschlichkeit muss im Vordergrund stehen. Wirtschaftliche Interessen müssen mit ihr konform gehen.


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