Pilotprojekt im Sana Klinikum Lichtenberg nimmt Regelbetrieb auf

Mehr Sicherheit durch Frühwarnung

21.11.2018, Britta Frischemeyer

Fotos: Volkmar Eltzel (1,3), Birgitt Eltzel (2). Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Lichtenberg. Die Anzeichen der klinischen Instabilität einer Patientin oder eines Patienten zeigen sich typischerweise in bis zu 48 Stunden vor Eintritt eines unerwünschten Ereignisses. Um diese rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden, hat das Sana Klinikum Lichtenberg in einem Pilotprojekt auf seiner viszeralchirurgischen Station ein IT-gestütztes System zur Frühwarnung, das Earyl Warning Scoring (EWS), etabliert. Es ist jetzt aus der Erprobungsphase in den Regelbetrieb gestartet. Der Nutzen: Durch eine intensivere Überwachung der Vitalparameter lassen sich kritisch kranke Patienten frühzeitiger identifizieren und erforderliche medizinische Maßnahmen einleiten. So wird im Sana Klinikum Lichtenberg eine noch größere Sicherheit in der medizinischen Versorgung gewährleistet.

Kaskadiertes Alarmsystem

„Early Warning- Scores“ setzen sich aus der Erfassung der Vitalparameter Blutdruck, Puls und Herzfrequenz, aber auch der Körpertemperatur, der Sauerstoffsättigung sowie der Beurteilung des Bewusstseins zusammen. Diese werden routinemäßig durch das Pflegepersonal erfasst. Bei Abweichungen der Scores mit Hinweis auf Veränderung des Gesundheitszustandes des Patienten werden Pflegepersonal und Arzt via Smartphone über ein kaskadiertes Alarmsystem informiert und können entsprechend agieren. Insbesondere durch die Verwendung kabelloser Sensoren mit individuell einstellbaren Zeitintervallen ist eine intensivere und ortsunabhängige Überwachung und Kontrolle der Vitalparameter ohne zusätzliche Belastung des Pflegepersonals möglich, erklärt Dr. Frauke Fritze-Büttner, Leitende Oberärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Sana Klinikum Lichtenberg.

Dr. Fritze-Büttner ist überzeugt von der technischen Lösung: „Durch die frühzeitige Erkennung von klinischen Problemsituationen mit sofortiger Handlungsmöglichkeit durch das ärztliche und Pflegepersonal kann der Patientin oder dem Patienten im Krankenhaus eine optimale Betreuung geboten werden.“

 

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