Einige Geschäfte müssen schließen, andere nicht

Maßnahmen zur Corona-Eindämmung

21.03.2020, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Lichtenberg/ Marzahn-Hellersdorf/ Berlin. Um die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu senken, haben der Berliner Senat sowie die Bezirksämter von Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf verschärfte Festlegungen getroffen. Der Pandemiestab des Bezirksamtes Lichtenberg weist in einer gestern verbreiteten Mitteilung darauf hin, dass zur Corona-Eindämmung Verkaufsstellen nicht geöffnet werden dürfen.

Etliche Ausnahmen vom Verbot

Ausgenommen vom Verbot sind jedoch folgende Verkaufseinrichtungen: der Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke einschließlich Spätverkaufsstellen, Abhol- und Lieferdienste, Wochenmärkte, Apotheken, Einrichtungen mit Sanitätsbedarf sowie zum Erwerb von Hör- und Sehhilfen, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf und Buchhandel, Einzelhandel für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf, Fahrradgeschäfte, Bestattungsunternehmen, Handwerk und Handwerkerbedarf und Großhandel.

Warteschlangen vermeiden, Abstand halten!

Eine Öffnung der genannten Einrichtungen darf erfolgen, wenn Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen eingehalten werden.

Wie das Bezirksamt Lichtenberg mitteilt, werden die angeordneten Schließungen am Wochenende verstärkt kontrolliert. Alle Handelsunternehmen werden gebeten, diese Entscheidungen unbedingt zu respektieren. Sollten Unternehmen unsicher sein, ob die Schließungen zur Corona-Eindämmung auch sie betreffen, können sie sich an die Wirtschaftsförderung Lichtenberg wenden, Telefon montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter 0160 2 03 41 48 oder per E-Mail wifoe@lichtenberg.berlin.de. Zusätzlich steht die Hotline der Wirtschaftsförderung der Senatsverwaltung 21 25 47 47 zur Verfügung. Fragen können dort auch per E-Mail gestellt werden unter: wirtschaft@ibb.de

Weitere Informationen und Unterstützungsangebote gibt es dazu auch auf der Homepage des Bezirksamtes Lichtenberg.

Teilweise Sonn- und Feiertagsöffnungen erlaubt

Die Senatsverwaltung von Berlin für Integration, Arbeit und Soziales gibt bekannt, dass bis einschließlich zum 19. April 2020 an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 12 bis 18 Uhr folgende Verkaufsstellen geöffnet sein dürfen:
Lebensmitteleinzelhandel, Getränkemärkte, Wochenmärkte, Einrichtungen zum Erwerb von Sanitätsbedarf sowie von Hör- und Sehhilfen, Drogerien, Verkaufsstellen für den Erwerb von Zeitungen, Einzelhandel für Bau-, Handwerker-, Gartenbau- und Tierbedarf.

Die Genehmigung gilt aber nicht für Karfreitag, 10. April und Ostersonntag, 12. April. Die Senatsverwaltung weist darauf hin, dass mit der Sonderregelung keine Pflicht zur Offenhaltung der Verkaufsstellen verbunden ist.

Zudem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Genehmigungen jederzeit widerrufen werden können, wenn sich aufgrund neuer Tatsachen herausstellt, dass dies zum Schutz der Beschäftigten oder Dritter geboten erscheint.


Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden