Kunst im Tschechow-Theater

18.06.2020, Regina Friedrich

Marzahn NordWest. Erstmalig nahm das Berliner Tschechow-Theater in diesem Jahr an der Aktion „KUNST: offen! teil und eröffnete in seinen Räumen an der Märkischen Allee 410 Ausstellung mit Bildern und Skulpturen. Die Künstlerin Jaqueline Gossow fotografiert die kleinen Dinge des Alltags und bearbeitet sie dann auf dem Handy mit Grafikprogrammen. So wird beispielsweise aus einer einfachen Fliegenklatsche eine farbintensive, filigrane Struktur. Andere Skulpturen setzen sich mit den Werken des Bildhauers Alberto Giacometti auseinander. Sie entstanden im „Stellwerk“, einer Tagesbeschäftigungsstelle für Menschen mit erlittener Hirnschädigung, die vom Verbund Darßer Straße des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes EJF betreut wird. Der Verbund engagiert sich seit vielen Jahren für das Thema Inklusion durch kulturelle Teilhabe.

Die Idee zu der Ausstellung hatte die Leiterin des Tschechow-Theaters, Dr. Alena Gawron. Sie konnte den Inklusionsbeauftragten des Verbundes, Frank Weitzenbürger, dafür gewinnen. Dieser wiederum stellte den Kontakt zu den Künstlern her. Aus einer Vielzahl von Bildern und Plastiken haben sie dann einige für die Ausstellung ausgewählt. Zur Eröffnung kam auch die neue bezirkliche Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Yvonne Rosendahl. „Toll, dass das Recht auf kulturelle Teilhabe hier auf Augenhöhe umgesetzt wird und sich vor allem die Menschen mit Behinderungen so aktiv einbringen können. Teilhabe ist eben mehr als nur die Bereitstellung von Rollstuhlplätzen im Theater.“

Alle Arbeiten können auch während der „Langen Nacht der Bilder“ am 4. September von 18 bis 22 Uhr, besichtigt werden. Die Ausstellung läuft noch bis 20. September von Montag bis Freitag (10 bis 17 Uhr) im Tschechow-Theater.

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