Konzert gegen Gewalt

01.10.2019, Volkmar Eltzel

Rummelsburg. Mit einem Solidaritätskonzert am Dienstag, 15. Oktober, um 19 Uhr in der Berliner Erlöserkirche, Nöldnerstraße 43, der Evangelischen Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lichtenberg will die Berliner SozDia-Stiftung auf die Opfer von Krieg und Gewalt in Syrien und der Türkei aufmerksam machen. Das „Konzert gegen Gewalt“ bildet den Höhepunkt einer Veranstaltungsreihe, mit der die Stiftung unter dem Motto „Gemeinsam Demokratie Gestalten“ Impulse aus der Friedlichen Revolution vor 30 Jahren aufgreift.

„Das Konzert soll für die Nöte und Probleme von Menschen heute sensibel machen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Michael Heinisch-Kirch. Am 15. Oktober vor genau 30 Jahren hatte in der Erlöserkirche auch ein Konzert gegen Gewalt staatgefunden. Dieses Konzert im Herbst 1989 war in erster Linie den politischen Gefangenen in der DDR und den Opfern von Polizeigewalt bei den Demonstrationen im Herbst 1989 gewidmet. Unter dem Motto „Rock gegen Gewalt“ hatten sich mehr als 50 Künstlerinnen und Künstler und rund 3.000 Besucherinnen und Besucher eingefunden.

Für das diesjährige Konzert, zu dem in Kooperation mit der Stiftung Friedliche Revolution eingeladen wird, haben Menschenrechtler wie Peter Steudtner und Christin Lüttich ihre Teilnahme zugesagt. Steudtner war 2017 von der türkischen Polizei festgenommen und erst nach mehreren Wochen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Lüttich gehört zur Syrieninitiative „Adopt a Revolution“, die 2015 mit dem Bremer Friedenspreis ausgezeichnet worden war.

Mit dabei sind zudem bekannte Bands, die sich schon 1989 engagiert haben: die Klaus Renft Combo sowie Jürgen Ehle & André Herzberg (Pankow). Es spielen Johnny Randale, DARRON (Der Rapper ohne Namen) und der syrische Musiker Basel Alkatrib.

Der Stiftungsvorsitzende Heinisch-Kirch war vor 30 Jahren in der Erlösergemeinde als Sozialdiakon tätig und hatte das Soli-Konzert damals gemeinsam mit anderen vorbereitet. Auch heute, so betont er, gehe es darum, sich zu engagieren und einzumischen, um nicht die in Vergessenheit geraten zu lassen, die unter Krieg und Gewalt in ihrer Heimat leiden und die dagegen auch Widerstand leisten.

„Demokratie findet immer da statt, wo man den Blick hebt, sensibel verfolgt, was in der Umwelt passiert und wo man auch den Mund aufmacht und mit anderen darüber ins Gespräch kommt. Dafür müssen wir auch manchmal laut sein“, sagt der Stiftungsvorsitzende.


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