Ausstellung im Gründerzeitmuseum

Kochen zu Uromas Zeiten

22.02.2014, Klaus Tessmann

Foto: Klaus Tessmann

Mahlsdorf. Das Gründerzeitmuseum Mahlsdorf hat seine Exposition erweitert. Die Küchenausstellung, die nach der Sanierung des Gutshauses in den vergangenen fünf Jahren nicht mehr zu sehen war, wird jetzt wieder gezeigt. „Viele Besucher haben uns immer auf die schöne Küchenausstellung angesprochen“, sagt Museumsleiterin Monika Schulz-Pusch, „nun konnten wir die Küche in den Kellerräumen wieder aufbauen.“ Mit Hilfe von Spenden der Besucher und in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurden dafür zwei Kellerräume saniert.

Maschine zum Kartoffelschälen
Dort können die Besucher sich nun ein Bild darüber machen, wie schwer die Arbeit der Hausfrauen einst war. Sie sehen aber auch die ersten technischen Neuerungen, die vor rund 120 Jahren die Küchenarbeit erleichterten. „Wir haben die Küche so eingerichtet, wie es auf einer Fotodokumentation von Charlotte von Mahlsdorf zu sehen ist“, erklärt die Museumsleiterin. Blickfang ist der alte Küchenherd, der noch mit Holz und Kohle geheizt wurde. Dazu gehören der Kohlenkasten und eine Vorrichtungen, mit der man Holz zum Anheizen spalten konnte. Auch ein Eisschrank kann bewundert werden. Der Vorläufer unseres heutigen Kühlschranks wurde noch mit Eisblöcken bestückt, die man beim Eismann kaufen konnte. Dieser fuhr mit einem Pferdewagen durch die Berliner Straßen und verkaufte vom Wagen die Blöcke an die Haushalte. Auch die ersten mechanischen Küchenhilfen wie eine Kartoffelschälmaschine sind ausgestellt. „Gerade für Kindergruppe ist das eine Attraktion“, sagt Monika Schulz-Pusch.

Erweiterung geplant
Der Förderverein will die Ausstellung in den kommenden Jahren noch erweitern. „Wir wollen in eigener Leistung noch zwei Räume im Keller sanieren“, berichtet die Museumsleiterin.. Dort soll eine Waschküche mit einer Pumpe, einer Trommelwaschmaschine und einer Wäschemangel ausgestellt werden. Auch eine zweite Küche – eine Arbeiterwohnküche – soll vorgestellt werden. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, sagt Monika Schulz-Pusch.

Das Gründerzeitmuseum Mahlsdorf, Hultschiner Damm 333, hat mittwochs und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Gruppen können sich auch außerhalb dieser Zeit anmelden, Telefon: 56 78 329.

 

 

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