Kinderkunst aus Indien

07.05.2019, Birgitt Eltzel

Fotos: Regina Friedrich

Hellersdorf. Noch bis Sonntag,12. Mai, ist im „mp43-projektraum für das periphere“ an der Stollberger Straße 73 die Ausstellung „Unikat!?!“ zu sehen. Präsentiert werden Arbeiten des Kunstprojektes „Atelier ist überall“ aus dem „Haus Erntekranz“ der Tiele-Winckler-Haus GmbH und einer Kindereinrichtung in Tamaram in Indien.  Die Idee zu dem Projekt hatten die Kunsttherapeuten Oliver Teuscher aus dem Haus „Erntekranz“ und Pamela Schonecke von der Kaspar-Hauser-Stiftung in Pankow. Entstanden sind vielfältige Postkarten, gemalt oder gezeichnet von verschiedenen Menschen an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten. Jede Karte ist ein Unikat und kann Inspiration sein, selbst eine zu gestalten oder an einer anderen weiter zu malen. Die Aktion läuft übrigens noch.

Die meisten der Bilder stammen von Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem „Haus Erntekranz“, Menschen mit geistiger Behinderung. Einige der kleinen Kunstwerke kommen aber auch aus Indien, aus einer Schule für geistig behinderte oder gehörlose Kinder, die von der Tiele-Winckler-Haus GmbH seit Jahren unterstützt wird. Zur Eröffnung am vergangenen Sonnabend, 4. Mai, war auch Bischof Jeevan Komanapalli, Leiter der Einrichtung, mit einigen dicken Paketen gekommen. Er brachte neue Bilder mit. Die Kinder, zwischen zehn und zwölf Jahren, haben das Papier selbst hergestellt – aus Bananenblättern und alten Zeitungen – und mit farbenfrohen Szenen aus ihrem Alltag bemalt. „Kunst ist eine universelle Sprache, die jeder versteht“, sagte Bischof Komanapalli. „Zwar können sich unsere Kinder schwer vorstellen, wo ihre Bilder jetzt sind, aber sie haben begeistert mitgemacht und an den Bildern weitergemalt, die sie aus Berlin bekamen.“ Geöffnet hat die Ausstellung am 7. und 9. Mai sowie am 11. Mai von 15-18 Uhr und nach Vereinbarung.

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