Inklusion in der Kultur fördern

05.08.2019, Volkmar Eltzel

Lichtenberg. Anlässlich des Internationalen Tages für Menschen mit Behinderung vergibt das Bezirksamt jährlich am 3. Dezember den Lichtenberger Inklusionspreis. In diesem Jahr steht er unter dem Motto: „Inklusion – Teilhabe und Kommunikation in der Lichtenberger Kulturlandschaft“. Vereine, Träger und Privatpersonen, die sich in besonderem Maße für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung am kulturellen Leben im Bezirk engagieren, können für diesen Preis nominiert werden.

Für die Vergabe des Inklusionspreises 2019, können noch bis Freitag, 27. September, begründete Vorschläge – passend zum Motto und mit entsprechender Begründung – per E-Mail bei der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Birgit Herlitze, eingereicht werden: birgit.herlitze@lichtenberg.berlin.de

„Wir arbeiten täglich daran, allen Menschen in Lichtenberg denselben Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen“, erklärt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke). Laut Artikel 30 der UN-Behindertenrechtskonvention hat jeder Mensch das Recht auf kulturelle Bildung und Kunstgenuss sowie den gleichberechtigten Zugang zu Kunst und Kultur. Doch leider hat das Thema „Behinderung“ in Kunst und Kultur nur selten Platz. „Nehmen wir das Theater”, sagt Michael Grunst. “Dort werden Menschen mit Handycaps auf der Bühne meist von nichtbehinderten Darstellerinnen und Darstellern verkörpert. Und auch Schauspieler-Ensembles bestehen oft nur aus Menschen ohne Behinderung.“ Zudem sind viele Theater und Kultureinrichtungen nicht barrierefrei zugänglich. Viele von ihnen stehen unter Denkmalschutz. „Kunst und Kultur müssen als Orte der Begegnung für jeden und jede zugänglich und erlebbar sein“, sagt der Bürgermeister.

Die Preisverleihung findet am Dienstag, 3. Dezember, um 17 Uhr im Theater an der Parkaue statt.


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