„Impasse“ jetzt in Marzahn-NordWest

08.11.2018, Birgitt Eltzel

Marzahn. Die Ausstellung „Impasse Berlin-Rom: Stadtrand am Scheideweg“ wird wieder ab Freitag, 9. November, bis zum 21. Dezember zu sehen sein. Gezeigt werden die Bilder des italienischen Fotografen Pasquale Liguori im Nachbarschafts- und Familienzentrum „Kiek in“, Rosenbecker Straße 25-27, sowie im Tschechow-Theater, Märkische Allee 410. Die Ausstellungseröffnung im „Kiek in“ findet am Freitag um 16 Uhr statt. Der Künstler ist laut Ankündigung des Quartiersmanagments „digital“ dabei. Ab dem 14. Januar nächsten Jahres wandert „Impasse“ dann an weitere Orte im Stadtteil. Diese sogenannte Phase Zwei wird mit einem Kiezrundgang mit Karlheinz Wolf zu allen Ausstellungsorten gestartet. Der in Neapel geborene und seit 20 Jahren in Rom lebende Fotograf Pasquale Liguori hatte Bilder aus Marzahn in Beziehung zu Aufnahmen aus Rom-Corviale gesetzt. Der Corviale am römischen Stadtrand, hinter dem die Campagna beginnt, die freie und bäuerliche Landschaft, gilt mit rund einem Kilometer Länge als das längste Wohnhaus Europas und als ein Beispiel gescheiterter Utopien beim sozialen Städtebau. Aus Sicht der römischen Innenstadt ist der Corviale ein Problemviertel – auch eine Verbindung zum Quartiersgebiet Marzahn-NordWest. Beide eint, dass sie trotz mancher herablassender Betrachtungen von außen für die Bewohner Heimat sind, auch wenn es viel zu verbessern gilt. Wohin entwickeln sich die Viertel? Auch diese Diskussion soll mit der Ausstellung angestoßen werden. Erstmals wurde die Exposition im September im alten Rathaus Marzahn am Helene-Weigel-Platz gezeigt. Auch in Rom soll sie 2019 zu sehen sein.

 

Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden