Die große Jubiläumsfeier wird im nächsten Jahr nachgeholt

Karlshorst 125+1

28.05.2020, Birgitt Eltzel

Fotos: Mario Rietz (1,2), Bjorn Sackniess (3)

Karlshorst. Es war eine nicht öffentlich angekündigte Runde mit Sekt und Abstand: Am 25. Mai wurden 125 Jahre Karlshorst unter coronabedingter Hygiene begangen. Zum Empfang am Gedenkstein an der Wandlitzstraße Ecke Lehndorffstraße hatte der Bürgerverein Berlin-Karlshorst e.V. entsprechend den Vorschriften während der Pandemie nur ausgewählte Gäste und Projektpartner einladen können. „Groß feiern mit den Karlshorstern werden wir im nächsten Jahr, hoffentlich coronafrei“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Dr. Andreas Köhler, gegenüber LiMa+. Das Motto heißt dann: „125+1“.

2021 wird es eine Festwoche geben

Die richtige Feier wird also 2021 nachgeholt, wie schon in diesem Jahr geplant (LiMa+ berichtete), mit einer Festwoche mit zahlreichen Veranstaltungen. „Die bereits eingegangenen Spenden werden natürlich dafür verwendet“, sagt Vereinsvorsitzender Köhler. Doch es werden noch weitere für die Festwoche 2021 gebraucht. Wer spenden will, kann das unter folgenden Daten tun: Verwendungszweck „125 Jahre Karlshorst“ an. Kontoverbindung bei der Berliner Sparkasse:
IBAN: DE74 1005 0000 0190 3334 80; BIC: BELADEBEXXX

Erste Wohnhäuser entstanden an der Lehndorffstraße

Der 25. Mai 1895 gilt als Gründungstag des heutigen Lichtenberger Ortsteils, als die ersten Wohnhäuser der Kolonie Karlshorst in der Lehndorffstraße errichtet wurden. Derzeit leben in Karlshorst rund 28.000 Menschen. Es ist ein beliebter Wohnort mit historischen Villen, aber auch etlichen neuen Vierteln. Bekannt ist Karlshorst auch durch die 1894 eröffnete Trabrennbahn an der Treskowallee. Dort finden nicht nur Pferderennen statt, sondern auch viele andere Veranstaltungen. Corona hat das allerdings jetzt bis auf weiteres ausgebremst.

Frühblüher verschönerten den Gedenkstein

Auf dem Gründungsstein ist nicht nur das Datum 25. Mai 1895 verzeichnet. Auf dem Granitbrocken steht auch, dass die Häuser 3, 7, 8 und 10 der Lehndorffstraße die ältesten erhaltenen Wohnhäuser von Karlshorst sind. Der Gründungsstein war am 25. Mai 2005 zum 110. Jubiläum durch den Bürgerverein aufgestellt worden. Möglich wurde das auch durch die Mithilfe von Sponsoren, so der Natur & Kunst GmbH – Steinmetzwerkstätten aus der Robert-Siewert-Straße. Ein 1913 aufgestellter Gedenkstein war im Laufe der Jahre verschwunden. Im Herbst 2019 setzten Mitglieder des Bürgervereins vor dem Granit Frühblüher, die in diesem Frühjahr ein buntes Bild vermittelten. Zu hoffen bleibt, dass am 25. Mai 2021 dort zum Auftakt der nachgeholten Festwoche erneut angestoßen werden kann – dann ohne virusbedingte Beschränkungen.

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