Hund + Katz

Hygiene muss sein

01.02.2014, Birgitt Eltzel

Es hat es vor Jahren schon in die Hitlisten geschafft, jenes Örtchen, das auch Kater “Kater” aus dem Tierheim und Gershwin aus Tiergarten, genannt Winnie, täglich aufsuchen, gern mehrfach: “Katzenklo, Katzenklo, ja das macht die Katze” froh, hat Helge Schneider gedichtet. Ein Lied, das nach wie vor nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.

Der Song beschreibt allerdings nicht, wie mühselig die Hygiene doch ist. Zwar nicht für die Tiere, aber für uns Dosenöffner. Denn Katzen sind bekanntlich eigen, nicht jedes Streu findet ihre Billigung. So sind wir inzwischen nach dem Test von gefühlt 20 Sorten endlich bei einer angelangt, die die Miezen beim Unausprechlichen wohlig schnurren lässt. Der Name tut nichts zur Sache. Winnie und Kater, um nur so viel zu sagen, stehen auf den Duft von Frühlingsfrische, der sich in kleinen weißen Kügelchen verbirgt. Dass diese leider ausgesprochen gut an Pfoten haften und dann überall in der Wohnung aufgekehrt oder aufgesaugt werden müssen, stört sie nicht. Denn sie leben nach der bewährten Maxime: Hunde haben Herrchen, Katzen haben Diener.

Und was macht es schon, wenn wir nicht jederzeit ein ganz blitzblankes Zuhause haben, diverse Kügelchen auf dem Flur, unter den Wohnzimmertisch und mitunter sogar im Bett liegen (wohin kriechen Katzen schließlich am liebsten)? Hauptsache ist doch, dass unsere Mitbewohner sich tierisch wohlfühlen.

Kürzlich hat der Nachbar zwar behauptet, die Beiden beim Verscharren einer nicht näher definierten Hinterlassenschaft gleich bei der Terrasse in seinem Garten ertappt zu haben. Doch das kann nur üble Nachrede sein – Kater und Winnie mögen kein altmodisches Außenklo.

 

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