Störche landen erneut in Malchow und Falkenberg

Hurra die Störche sind wieder da!

10.04.2019, Volkmar Eltzel

Fotos: Naturhof Berlin-Malchow. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Malchow. Der Naturschutz Berlin-Malchow kann bei Adebars auf Familienglück mit Bruterfolg hoffen. Denn zwei Störche sind in Berlin-Malchow angekommen und haben das Nest auf dem Schornstein besetzt.

Schon am 30. März gegen 11.30 Uhr hatte Geschäftsführerin Beate Kitzmann zum ersten Mal in diesem Jahr einen Weißstorch gesichtet, der über den Naturhof flog und auf dem Feld landete. Die Überraschung war groß, als sich nur wenige Tage später, am 3. April, ein zweiter Storch im Nest auf dem Schornstein putzte. Etwa zur gleichen Zeit ist Ende März auch der erste Storch in Falkenberg angekommen und hat dort das Nest besetzt.

Alle hoffen auf Nachwuchs

Erwartungsfroh blicken die Mitglieder des Naturschutzvereins und alle Malchower nun immer wieder hoch zum Nest. In diesem Jahr muss es einfach klappen mit dem Nachwuchs. Schließlich wird im kommenden Sommer, am 15. Und 16. Juni das 25. Storchenfest gefeiert. Es wäre ein Höhepunkt und spannendes Naturerlebnis für alle, wenn die Namensgeber des Festes den Gästen ihre Nestlinge präsentieren könnten.

Während es in Falkenberg, Dorfstraße 7, im vergangenen Jahr Storchenkinder gab, blieben diese in Malchow aus. Insofern ist es erst einmal schon ein Erfolg, wenn die Störche das Nest in Malchow besetzt haben. 2018 waren lediglich zwei vagabundierende Störche gelandet, die vermutlich noch nicht geschlechtsreif waren (LiMa+ berichtete). Sollte es sich um dieselben Störche handeln, dürfte zumindest dieses „Manko“ behoben sein.

Traditionell fliegen die Störche in Malchow zwischen Ende März und Anfang April ein. Zuerst sichern die männlichen Vögel die Brutplätze. Die Weibchen folgen einige Tage später. Während der öffentlichen Besuchszeiten des Naturhofes können die Tiere beobachtet werden, sofern sie sich gerade im Nest aufhalten:
Montag bis Freitag von 10 bis17 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Wie die Naturschützer aus Malchow informieren, zeigt eine Live-Kamera im Storchencafé Details aus dem Storchen-Alltagsleben: klappern, putzen, sonnen, schlafen, ruhen, Nistmaterial heranschaffen.

Schwierige Bedingungen für die Störche

Nach 2014 gab es bei den Malchower Störchen keinen Bruterfolg mehr. Die Bedingungen für die großen Vögel am Rande der Großstadt werden zunehmend schwierig. Das Nahrungsangebot ist entscheidend, um die Jungen aufziehen zu können. Die bedeutendste Beute sind Insekten und deren Larven wie Käfer, Heuschrecken und Wespen. Gerade Insekten sind für die Jungvögel von ausschlaggebender Bedeutung. 300-360 Gramm Nahrung pro Tag benötigt ein Altstorch, ein Jungstorch hingegen 527 Gramm. Ein Brutpaar mit 2 Jungen benötigt während der gesamten Aufzucht etwa 200 Kilogramm Nahrung. Von zweitrangiger Bedeutung hinsichtlich der Beutegruppe sind Würmer und an dritter Stelle stehen Kleinsäuger. Amphibien oder Schlangen und Fische sind nur von lokaler Bedeutung.

Einer der beiden angekommenen Störche ist ein Ringträger, heißt es in einer Mitteilung aus dem Naturhof Malchow. In den kommenden Tagen wolle man die Ringnummer und damit mehr über den „Lebensflug“ des einen Storches herausfinden. Spannend sei, wo und wann er beringt wurde und an welchen Orten er sich in den vergangenen Jahren aufhielt.


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